„Kinder verschreckt?“ FPÖ-Brückl stellt Anfrage zu „falschen Behauptungen“ – Unzensuriert

Die Polizei hat bei der Corona-Demo in Linz “keine Zwischenfälle im Zusammenhang mit dem Hort wahrgenommen”, trotzdem berichteten Medien über “unschöne Szenen” und dass Kinder verschreckt worden wären.

Foto: Screenshot / Facebook
„Kinder verschreckt?“ FPÖ-Brückl stellt Anfrage zu „falschen Behauptungen“

Was passierte wirklich bei der Corona-Demo am vergangenen Mittwoch in Linz? Während verschiedene Medien wie die Oberösterreichischen Nachrichten (OÖN) und die Tiroler Tageszeitung (TT) über unschöne Szenen vor einem Hort berichteten, wehren sich die Organisatoren, die den Medien „Fake News“ vorwerfen. FPÖ-Bildungssprecher Hermann Brückl kündigte an, mit einer Anfrage an Bildungsminister Martin Polaschek und Innenminister Gerhard Karner (beide ÖVP) Licht ins Dunkel bringen zu wollen.

“Demonstranten verharrten vor dem Hort”

Laut Medien sollen vor dem Hort der Brucknerschule in der Wiener Straße Kinder verschreckt worden sein. Die OÖN berichteten:

Laut der Hortleitung sollen einige Kinder während der Demo ans Fenster getreten sein. Dass sie dabei Masken trugen, erweckte das Interesse der Demonstranten. Aus der Menge sollen mehrere Rufe ertönt sein. Die Pädagoginnen bemerkten, dass Demonstranten Videos von den Kindern machten, und zogen die Vorhänge zu. Daraufhin soll auf der Straße der Ruf „Vorhänge auf“ ertönt sein. Da der Endpunkt der Demonstration, die Herz-Jesu-Kirche, in der Nähe liegt, verharrten die Demonstranten vor dem Hort.

Stelzer: “Grenze überschritten”

Damit wäre eine Grenze überschritten worden, meldete sich Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) reflexartig zu Wort, auch der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) verurteilte die angeblichen Vorfälle und forderte Schutzzonen um Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen.

Aufforderung zur ehrlichen und neutralen Berichterstattung

Ganz anders schaut aber die Darstellung der Demo-Organisatoren aus. Sie schickten den Redaktionen, die ihrer Ansicht nach falsche Behauptungen kommunizierten, ein Video der gesamten Demo und forderten die Zeitungen zur neutralen und ehrlichen Berichterstattung auf.

Adelheid G. schrieb an die Redaktionen:

Sie behaupten in Ihren Berichten, dass die Demonstranten vor dem Kindergarten demonstrierten und die Kinder verängstigten. Hier das Video für Sie zum Nachschauen und Ihre Berichte zu korrigieren. Ab Minute 14 ist der Beweis, dass Sie die Berichterstattung wieder einmal dafür nutzen, die Bundesregierung zu unterstützen, die solche Demonstrationen am liebsten verbieten würde, weil sie gegen ihre unfassbaren Maßnahmen und Verfehlungen gerichtet sind. Die Demonstranten zogen durch die Straßen, und einige wenige diskutierten mit Polizisten, die vor dem Eingang zum KiGa standen.

Polizei: “Keine Zwischenfälle im Zusammenhang mit dem Hort”

Interessant: Die TT hat dazu auch eine Stellungnahme der Landespolizeidirektion Oberösterreich eingeholt – dort hieß es, dass der Demo-Zug zwar im Bereich des Hortes zum Stillstand kam, weil er dort wendete, um wieder zurück in Richtung Innenstadt zu ziehen. Man habe aber keine Zwischenfälle im Zusammenhang mit dem Hort wahrgenommen. Auch sei es nicht richtig, dass das Gebäude beschützt werden habe müssen. Allerdings sei – wie auch die übrige Zeit der Demo – immer wieder “Maske weg!” skandiert worden.

Anfrage von Brückl an Bildungs- und Innenminister

Haben die Medien also wieder einmal „Fake News“ verbreitet, voneinander abgeschrieben – und so den Eindruck vermittelt, dass die Teilnehmer einer friedlichen Demo, wie es die Polizei bestätigte, zum „Kinderschreck“ wurden? Wir warten gespannt auf die Beantwortung der parlamentarischen Anfrage durch den Innen- und den Bildungsminister. Unzensuriert wird berichten.

Corona-Demo Linz

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