Märchenstunde: Preise werden sich stabilisieren und schrittweise zurückgehen – Unzensuriert

Immer weniger können sich die Europäer um ihr Geld kaufen. Zuletzt lag die Teuerung bereits bei fünf Prozent.

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Märchenstunde: Preise werden sich stabilisieren und schrittweise zurückgehen

Gerade als die Statistik Austria bekanntgab, dass die Teuerungsrate in Österreich im November und Dezember 2021 jeweils 4,3 Prozent betrug – im gesamten Euroraum lag die Inflation sogar noch höher, nämlich bei fünf Prozent – und die Verbraucherpreise des gesamten Jahres um 2,8 Prozent, also doppelt so stark wie in den vergangenen zwei Jahren gestiegen ist, erklärte die französische Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, dass die Inflation im neuen Jahr anfangs bei 3,2 Prozent liegen und danach sogar zurückgehen werde.

Teuerung auf Rekordniveau

Worauf sich diese optimistische Prognose stützt, ist ungewiss, zumal die für die Preisentwicklung wichtigen Energiepreise zuletzt explodierten: Die Importpreise lagen in der Bundesrepublik Deutschland um 159,5 Prozent höher als ein Jahr zuvor, bei den Stromimporten sogar um 359,9 Prozent. Höhere Preise im Vorjahresvergleich verzeichneten aber auch die Importe von Erzen, Metallen, Kunststoffen, Düngemittel und Stickstoffverbindungen. Die Erzeugerpreise lagen im Dezember 24,2 Prozent über dem Vorjahresmonat. Doch selbst die Preissteigerung bei importierten Verbrauchsgütern mit 5,3 Prozent liegt immer noch deutlich über der von der EZB erwarteten Teuerungsrate.

Beruhigungspillen, die nicht wirken

Dass den Europäern mit den Ankündigungen zu sinkender Inflation Sand in die Augen gestreut wird, lässt sich nicht länger widersprechen. So warnen auch immer mehr „Euro-Hüter“ vor einer länger anhaltenden hohen Inflation. Und auch die EZB-Mitarbeiter nährten zuletzt den Verdacht, dass es sich mit den freundlichen Ankündigungen nicht um die Wahrheit handelt, als sie eine Sonder-Gehaltserhöhung wegen der hohen Inflation für 2022 forderten.

Kein Kurswechsel

Doch Lagarde will bei der bisherigen Geldpolitik der EZB bleiben: Geldmenge vermehren, also Geld drucken und an willfährige Regierungen verteilen. Sie betonte wieder, dass eine Zinserhöhung im Euroraum dieses Jahr sehr unwahrscheinlich sei.

Anders die USA: Dort wird erwartet, dass die Federal Reserve Bank der ungesunden Geldpolitik bereits im März ein, wenn auch sanftes, Ende setzen und die Zinsen anheben will.

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