„Freiheits-Konvoi“-Organisator: „Die Nerven bei den Behörden liegen blank“ – Unzensuriert

Die Fahrzeuge wurden für den morgigen “Freiheits-Konvoi” bereits aufwendig beklebt wie hier, auch ein Verkehrskonzept hatten die Veranstalter erstellt – leider umsonst.

Foto: z.V.g.
„Freiheits-Konvoi“-Organisator: „Die Nerven bei den Behörden liegen blank“

Einen Tag vor dem „Freiheits-Konvoi“, der morgen, Freitag, auf Wien zurollen sollte, liegen bei den Behörden die Nerven blank. Die Polizei hat den Ort, wo sich die Fahrzeuge sammeln, zunächst in die Prater Hauptallee verbannt, der angemeldete „Nacht-Korso“ stand vor der Absage. Dann am Nachmittag das Aus für den gesamte Veranstaltung: Die Landespolizeidirektion Wien untersagte den Fahrzeug-Konvoi – angeblich aus “Umweltschutzgründen”. Eine “Demo zu Fuß” am Heldenplatz soll es am frühen Abend aber dennoch geben.

Veranstalter hatten perfektes Konvoi-System ausgetüftelt

Dabei hatten sich die Veranstalter bei der Organisation wirklich Mühe gegeben und tagelang an einem reibungslosen Ablauf getüftelt. Sammelpunkt der Fahrzeuge sollte um 12.00 Uhr auf der Prater Hauptallee sein, ab 16.00 Uhr wäre der Konvoi dann den Ring entlang wieder zurück zum Praterstern gefahren. Weil in der Prater Hauptallee aber nur eine Fahrzeug-Höhe von maximal 3,8 Metern zugelassen ist und Lkw bis zu vier Meter Höhe aufweisen, sollte der Sammelpunkt für diese noch gesondert bekanntgegeben werden. Aktuell informiert wurden die Teilnehmer über den Telegram-Kanal.

“Alles getan, um Verkehrs-Chaos zu minimieren”

Das ursprüngliche Verkehrskonzept von einem der Organisatoren, Aram Lemmerer, der die gute Gesprächsbasis mit der Landespolizeidirektion Wien herausstrich, wäre von den Behörden nicht akzeptiert worden. Gegenüber unzensuriert sagte Lemmerer:

Von meiner Seite habe ich wirklich alles getan, um das Verkehrs-Chaos in Wien auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Wir haben Tag und Nacht an einem Verkehrskonzept gearbeitet, das aber schließlich keine Zustimmung bekam.

Demo am Heldenplatz finde nun ohne Fahrzeuge statt

Wie berichtet, sollte tausende Fahrzeuge, darunter auch Lkw, Kräne, Bagger, Motor- und Fahrräder, den „Freiheits-Konvoi“ aus allen vier Himmelsrichtungen nach Wien am Ring bilden und diesen dann gemeinsam umrunden. Sinn der Aktion: Rücktrittsforderung an die Regierung und Aufhebung aller Corona-Maßnahmen. Wie Veranstalter Lemmerer betont, akzeptiere man die Untersagung des Konvois, eine Demonstration gegen die Regierungsmaßnahmen am Wiener Heldenplatz werde es aber sehr wohl geben, nämlich von 18.00 bis etwa 20.30 Uhr.

Termin nicht zufällig gewählt

Dass der „Freiheits-Konvoi“ ausgerechnet am 11. Februar stattfinden sollte, war kein Zufall. Man habe diesen Termin gewählt, weil es dann nur noch wenige Tage bis zum 18. Februar wären, den der Verfassungsgerichtshof (VfGH) dem grünen Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein als Frist gegeben hat, um endlich Zahlen und Fakten bezüglich der Corona-Maßnahmen zu liefern, sagte Lemmerer.

Lkw mit rot-weiß-roter Fahne

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