Qualitätsjournalismus: FAZ präsentiert große Studie über Masturbation – Unzensuriert

Trotz langer Geschichte sind die Zeiten anscheinend vorbei, in denen in der FAZ hochwertiger Journalismus präsentiert wurde.

Foto: Manfred Wassmann / wikimedia (CC BY-SA 3.0)
Qualitätsjournalismus: FAZ präsentiert große Studie über Masturbation

Dass die einst großen, ehrwürdigen Zeitungen im deutschsprachigen Raum immer wieder die Grenzen des guten Geschmacks überschreiten, ist bekannt. Nun tätigt die Frankfurter Allgemeine Zeitung diesen Schritt: Als Nachrichten präsentiert sie eine große Studie über Masturbation.

Eine Reihe an geschmacklosen Statistiken

In einem Artikel auf ihrer Instagram-Seite verkündet sie dabei stolz vermeintlich interessante Zahlen zum Thema Selbstbefriedigung. Dazu werden dem Leser eine Reihe an geschmacklosen Statistiken präsentiert: Welche Altersgruppen masturbieren wie oft, wann wurde das erste Mal masturbiert, wie unterscheidet sich das Verhalten von Mann und Frau und viele mehr.

Politischer Wille hinter Maske wird deutlich

Das Ganze wird „passender“ Weise zum Valentinstag präsentiert, der als romantischer und christlicher Gedenktag fest mit der europäischen Kultur verbunden ist und seine Wurzeln im dritten Jahrhundert hat. Gerade hier wird erneut, hinter der journalistischen Maske, der politische Wille der etablierten Presse sichtbar: Unterschwellig wird am Tag, der ganz im Zeichen verliebter Paare steht, die paarlose Sexualität heroisiert. Auch das Herunterbrechen der Liebe auf die Sexualität ist ein deutliches Zeichen im Sinne der Sexualisierung der Gesellschaft.

Verkaufszahlen sinken stetig

Dass die Berichterstattung von großen Zeitungen auf solch ein Niveau gesunken ist, ist bezeichnend. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung wurde 1949 gegründet und hat somit eine fast 75-jährige Geschichte. Mit einer Auflage von über 200.000 Zeitungen ist sie eine der größten Tageszeitungen der Bundesrepublik. Auch sie verliert jedoch, wie fast alle Blätter der etablierten Presse, stetig in den Verkaufszahlen – möglicherweise liegt dies an der Themensetzung.

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