Adolf Peichl: Nachlass von Wiener Ritterkreuzträger als Buch veröffentlicht – Unzensuriert

Eines der unzähligen Fotos aus Peichls Nachlass: Ein zerstörter russischer Panzer am Rande der deutschen Vormarschstraße im Juli 1941.

Foto: z.V.g. von KL-Militaria
Adolf Peichl: Nachlass von Wiener Ritterkreuzträger als Buch veröffentlicht

Der Fund, der seit dem Krieg auf dem Dachboden der Familie schlummerte, gibt einzigartige Eindrücke in das Leben Adolf Peichls, des Soldaten auf deutscher Seite mit den meisten Tapferkeitsauszeichnungen. Die unzähligen Bilder und Tagebücher des Vaters der kürzlich verstorbenen Theater-Legende „Adi“ Peichl werden nun in einem Buch erstmals veröffentlicht.

Tagebücher und Bildband

Der aufgetauchte Nachlass beinhaltet zum einen die Tagebücher Peichls aus den Jahren 1945 und 1946. In diesen werden die letzten chaotischen Kriegsmonate im Raum Wien und in Ungarn beschrieben sowie seine Zeit in der Kriegsgefangenschaft. Zum anderen werden in einem Bildband im Großformat unzählige Fotos Peichls präsentiert. Diese geben insbesondere einzigartige Einblicke in das Unternehmen „Barbarossa“, dem Angriff auf die Sowjetunion 1941, aus der seltenen Sicht der militärisch elitären Waffen-SS, der Peichl angehörte. Umrundet wird das Material durch eine umfassende historisch-politische Einordnung durch den Autor.

Historisch bedeutende Zeitdokumente

Das Buch liefert gerade für Österreicher bezeichnende Einblicke in die kurze Zeit Österreichs „unter dem Hakenkreuz“. So zeugen viele Fotos aus Österreich von der Unbeschwertheit der Bevölkerung am Vorabend des Zweiten Weltkrieges, während kurz darauf dem Leser als Kontrast der volle Schrecken der Front präsentiert wird. Auch wenn die Thematik seit dem Krieg schon unzählige Male aufgearbeitet wurde, ist der Nachlass Peichls ein bedeutendes Zeitdokument. Durch seine Zugehörigkeit zur Waffen-SS liefert er breites Material in eine Thematik, die auch nach rund 80 Jahren immer noch lückenhaft ist.

Trotz unzähliger Auszeichnungen nur wenig bisher bekannt

Der Wiener Peichl gilt als Soldat auf deutscher Seite mit den meisten Tapferkeitsauszeichnungen. Unter anderem erhielt er für seine militärischen Leistungen das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, das Deutsche Kreuz in Gold, die Nahkampfspange in Gold und elf Sonderabzeichen zur Bekämpfung von feindlichen Panzern durch Einzelkämpfer. Er war vom ersten bis zum letzten Kriegstag an unzähligen verschiedenen Fronten eingesetzt. Bisher war nur wenig über den Ritterkreuzträger bekannt. Unzensuriert wird in einer neuen Serie sein Leben im Schrecken des Krieges näher beleuchten, indem nur hier exklusiv Einblicke aus dem Buch präsentiert werden.

Das Buch ist ab sofort vorbestellbar, bei KL-Militaria als Festeinband oder als limitierte Sonderausgabe im Ledereinband. Es wird für Ende März erwartet.

Sohn war bekannter Regisseur und Schauspieler

Der namensgleiche Sohn Adi Peichl verstarb 2020 im 75. Lebensjahr.  Peichl wurde 1945 in Wien geboren und lebte in Friesach. Österreichweit bekannt wurde er durch die Rolle des Hausdieners Malec im „Schloss am Wörthersee“.

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