2G-Zwang an der Wirtschaftsuniversität Wien: Werden bald 2.100 Studenten exmatrikuliert? – Unzensuriert

Ab dem 1. März 2022 soll es innerhalb der gesamten Hochschule gelten, dass nur mehr die Räumlichkeiten betreten darf, wer nachweisen kann von Covid genesen oder geimpft zu sein (2G).

Foto: Böhringer Friedrich / Wikimedia / (CC0 1.0)
2G-Zwang an der Wirtschaftsuniversität Wien: Werden bald 2.100 Studenten exmatrikuliert?

Der geplante 2G-Zwang an der Wirtschaftsuniversität Wien (WU) lässt immer noch die Wogen hochgehen. Trotz massiver Kritik von allen Seiten und einer Demonstration mit über 500 Teilnehmern, hält die Universitätsleitung stur an ihrer Diskriminierungsstrategie gegen impffreie Studenten fest. Damit droht ab 28. Februar 2.100 Studenten die Exmatrikulation.

Kein Studium ohne 2G-Nachweis

Mit dem beginnenden Sommersemester setzt die WU auf eine rücksichtslose Diskriminierung von nicht weniger als 2.100 Studenten. Denn Studenten ohne Impf,- oder Genesenennachweis wird sogar “Distance Learning” und Online-Unterricht sowie jegliche andere Möglichkeit der Prüfungserbringung verwehrt. Darauf wies die Universität explizit hin. Übrig bleibt nur ein Wechsel der Universität, wobei unklar ist, welche bereits erbrachten Leistungen dort überhaupt angerechnet werden.

Damit ist die WU Wien die einzige Hochschule in ganz Österreich, welche einer bestimmten Gruppe von Personen den Zugang zur höheren Bildung verwehrt. Denn die Universität Klagenfurt, die ebenfalls einen 2G-Zwang im November 2021 einführte, gewährt impffreien Studenten zumindest Fernunterricht und die Prüfungsablegung.

Petition gegen Diskriminierung an WU

Der Widerstang gegen den Ausschluss von so vielen Studenten reißt hingegen nicht ab. Auf der Plattform Citizengo wurde eine Petition mit dem Titel “Nein zu 2G an der WU Wien” lanciert, die bereits über 12.000 Unterzeichner hat. Darin fordert man WU-Rektorin Edeltraud Hanappi-Egger auf, die Maßnahme sofort zurückzunehmen.

Immerhin sei der 2G-Zwang an der WU nicht mit der umstrittenen Impfpflicht zu begründen, da diese explizit die Verwehrung von Bildung und Arbeit nicht miteinschließt.

Erst kürzlich forderte auch die linke Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) eine bundesweite Anwendung des 2G-Zwangs an allen Universitäten, unzensuriert berichtete.

WU Wien

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