Erstes Kriegsziel erreicht: Wasserversorgung der Krim wieder hergestellt – Unzensuriert

Seit fast fünf Jahren darbt die Krim. Jetzt füllt sich der Nord-Krim-Kanal wieder mit Wasser und kann leben spenden.

Foto: Aleksander Kaasik / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)
Erstes Kriegsziel erreicht: Wasserversorgung der Krim wieder hergestellt

Der russische Vormarsch in der Ukraine hat drei Stoßrichtungen: Die Hauptstadt Kiew, die beiden Ost-Oblasten mit russischer Besiedlung und den Süden.

Erstes Kriegsziel: Wasser für die Krim

Die südliche Stoßrichtung verfolgte dabei das Ziel, die Wasserversorgung der Krim, die von 1954 bis 2014 zur Ukraine, davor und danach zu Russland gehörte, wieder herzustellen.

Denn die von Russland so genannte „Rückkehr in den Heimathafen“ der ukrainischen Halbinsel zeitigte schon bald enorme Schwierigkeiten. Sowohl die Energie- als auch die Wasserversorgung der Halbinsel lagen im Argen. Erstere bekamen die Russen in den Griff, letztere nicht.

Seit Dammbau kein Wasser mehr

Denn seit den 1970er Jahren wurden mehr als 85 Prozent des Süßwasserbedarfs der Halbinsel über den Nord-Krim-Kanal herangeschafft, der sich aus dem ukrainischen Fluss Dnjepr speist.

Nach der Annexion der Krim durch Russland drosselte Kiew die Wasserzufuhr, um sie schließlich 2017 mit einem Damm gänzlich zu kappen. Mehr als zwei Millionen Einwohner saßen seither auf dem Trockenen.

Alternativen verworfen

Um aus dieser Falle zu entkommen, überlegten die Russen, eine Rohrleitung aus Südrussland zu verlegen, künstliche Niederschläge zu erzwingen, Brunnen zu bohren, ein Flüsschen umzuleiten oder Meerwasserentsalzungsanlagen zu bauen. Doch all diese Überlegungen hätten für andere Regionen oder aber die Umwelt gravierende Auswirkungen gehabt, weshalb man sie verwarf.

Damm gesprengt

Heute, Samstag, haben die Russen bei ihrem Vormarsch den strittigen Damm erreicht und das Problem „aus der Welt geschafft“. Sie sprengten den umstrittenen Damm.

Die Wasserversorgung der Krim ist jetzt zwar wieder gewährleistet, aber nur solange die Russen die Kontrolle über dieses Gebiet ausüben. Die Zukunft der zwei Millionen Bewohner der Krim hängt damit letztlich vom Kriegsausgang ab.

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