Diplomaten spielen Kindergarten und verlangen gleichzeitig mehr „Diplomatie“ – Unzensuriert

Österreichs Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) ist nicht nur als Bundeskanzler gescheitert. Am Montag auch als Außenminister in einer peinlichen Inszenierung vor dem UN-Menschenrechtsausschuss.

Foto: Florian Schroetter / BKA
Diplomaten spielen Kindergarten und verlangen gleichzeitig mehr „Diplomatie“

Diplomaten sind Beamte, werden vom Steuerzahler üppig finanziert und haben folglich ihre Pflicht zu tun. Doch heutzutage spielen sie lieber, noch dazu in der Einbildung moralischer Überlegenheit, Kindergarten und Haltungs-Tourismus. So im UN-Menschenrechtsausschuss am Montag in Genf in der Schweiz.

Peinliche Inszenierung

Dort haben rund 140 Diplomaten aus Protest gegen den russischen Krieg in der Ukraine den Saal verlassen, als Russlands Außenminister Sergej Lawrow eine Rede halten sollte. Auch Österreich beteiligte sich an dieser peinlichen Inszenierung und verweigerte damit die alte Weisheit: Audiatur altera pars, „man höre auch die andere Seite.“

Audiatur altera pars

Denn Lawrow argumentierte das russische Vorgehen in der Ukraine in einer Video-Botschaft – weil er wegen der Sperrung des europäischen Luftraums für russische Maschinen nicht persönlich anreisen konnte (!) – mit Menschenrechtsverletzungen auf ukrainischer Seite. Doch es interessiert den Westen und seine Anhänger offensichtlich nicht, dass im Donbass mehr als 15.000 zivile Todesopfer seit 2014 zu beklagen sind, getötet von den Ukrainern.

„Besessen“ auf Sanktionen

Lawrow hatte anscheinend nicht unrecht, als er sagte, dass die westlichen Länder „besessen“ seien von Sanktionen:

Der Westen hat eindeutig die Kontrolle über sich selbst verloren, weil er seine Wut an Russland auslassen will.

Scheitern auf ganzer Linie

Angesichts des kindischen Verhaltens der Diplomaten ist es geradezu grotesk, dass Österreichs gescheiterter Kurzzeitkanzler und jetziger Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) davor warnte, „anstelle von Diplomatie“ „Geschichtsrevisionismus, Desinformation und den Einsatz militärischer Gewalt“ zu setzen.

Wo blieb Österreichs Diplomatie in diesem Moment? Ist es Diplomatie, den Saal zu verlassen und dem anderen nicht einmal zuzuhören?

Alexander Schallenberg

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