Flüssiggas aus den USA: FPÖ befürchtet weitere Kostenexplosion für Verbraucher – Unzensuriert

Um die EU von russischem Gas unabhängig zu machen, nimmt Kommissionspräsidentin von der Leyen (rechts neben Joe Biden) auch dramatische Preiserhöhungen für die Europäer in Kauf.

Foto: The White House / wikimedia.org (Public Domain)
Flüssiggas aus den USA: FPÖ befürchtet weitere Kostenexplosion für Verbraucher

Als einzige Partei profitieren derzeit die Vereinigten Staaten vom Krieg in der Ukraine: Weil die Europäische Union sich jetzt besonders schnell von russischen Gasexporten unabhängig machen will, kommt aus den USA ein zweifelhaftes Angebot – US-Präsident Joe Biden hat bereits für dieses Jahr die Lieferung von zusätzlichen 15 Milliarden Kubikmetern Flüssiggas zugesagt.

Amerikanisches “LNG” statt russischem Erdgas

Die 15 Milliarden Kubikmeter des sogenannten Liquefied natural gas (LNG) sollen langfristig auf 50 Milliarden Kubikmeter erhöht werden, wenn es nach Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Präsident Biden geht. Bisher stammen etwa 40 Prozent des in der EU verbrauchten Gases aus Russland, angesichts des Ukraine-Krieges will sich die EU-Kommission aber mehr an westlichen Partnern orientieren und plant, den Import von russischem Gas bis zum Jahresende um zwei Drittel zu reduzieren. Als mögliche Lieferanten stehen Länder wie Japan und Südkorea, aber auch Autokratien wie Katar und Aserbaidschan zur Debatte.

FPÖ sieht amerikanische Gas-Importe kritisch

Äußerst kritisch äußerte sich hingegen FPÖ-Obmann Herbert Kickl zu dem fragwürdigen Abkommen mit den USA: Er erwartet durch den Import des amerikanischen Flüssiggases (das noch dazu in den USA durch die umstrittene „Fracking“-Methode gewonnen wird) eine „Kostenexplosion“ für die Verbraucher:

Die Zeche dafür werden die europäischen und damit auch die österreichischen Kunden bezahlen, weil der Preis für dieses Flüssiggas mit Sicherheit deutlich über dem von russischem Erdgas liegt und die Kostenexplosion in diesem Bereich damit einzementiert wird.

„USA machen sogar aus Sanktionen ein Geschäft, während Europa bezahlt“

Kickl fordert Kommissionspräsidentin von der Leyen auf, wieder die Interessen der Europäer in den Blick zu nehmen und die – durch die schier endlosen westlichen Sanktionen praktisch zum Erliegen gekommenen – wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland wieder zu stabilisieren:

Bei aller Ablehnung der russischen Aggression: Es kann nicht sein, dass von der Leyen und Co. die Interessen Europas völlig aus den Augen verlieren und jetzt im Eiltempo langfristig wirksame Entscheidungen mit extrem negativen finanziellen Auswirkungen sowohl für die Wirtschaft, als auch für die Bürger durchpeitschen.

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