Teuerung wird existenzbedrohend und der Schuldige ist gefunden – doch es ist der falsche – Unzensuriert

Die Begründung für die immer weiter steigenden Preise sind nicht jene, die man uns verkaufen möchte.

Foto: CCNull / Tim Reckmann CC-BY 2.0
Teuerung wird existenzbedrohend und der Schuldige ist gefunden – doch es ist der falsche

Auch im März stiegen die Verbraucherpreise rasant. Im Euroraum legte die Teuerung um rund 7,5 Prozent zu. Unisono schreiben die Mainstream-Medien die Reuters-Nachricht ab:

Die Inflation im Euroraum ist infolge des Ukraine-Krieges auf ein neues Rekordhoch gestiegen.

Auf der Suche nach der Wahrheit

Doch ist das so? Ist wirklich der Ukraine-Krieg verantwortlich für die Preissteigerungen?

„Trotz des Kriegs in der Ukraine pumpt der russische Staatskonzern Gazprom Millionen Kubikmeter Gas durch das Nachbarland in den Westen“, schreibt etwa die Süddeutsche Zeitung. Damit gehen die Lieferungen auch nach der Umstellung der Zahlungen auf Rubel weiter.

Kann dann die Teuerung wirklich an Putin, am Ukraine-Krieg liegen?

Inflation steigt seit einem Jahr immer schneller

Faktum ist, dass die Teuerung lange vor dem Ukraine-Konflikt angezogen hat. So steigt sie seit einem Jahr unaufhörlich an. Lag sie vor Sommeranfang 2021 knapp unter drei Prozent, stieg sie schon im Oktober auf 3,7 Prozent, ab November stand eine 4 bei der Inflation und ab Jänner schon eine 5 – alles noch weit vor dem Ukraine-Krieg.

Seit 2008 wird Geld gedruckt

Die Teuerung ist vor allem auf die falsche Politik der letzten 15 Jahre zurückzuführen. Seit 2008 beantwortet die Europäische Zentralbank (EZB) mit Zustimmung der Regierungen jede Krise mit dem Drucken von Geld ohne Gegenwert. Zuerst wurden damit die Banken „gerettet“, danach musste die Realwirtschaft gerettet werden.

2009 beginnt die EZB daher mit einem Anleihekaufprogramm, das zunächst nur Unternehmensanleihen, später aber auch Staatsanleihen kauft, also die bankrotten EU-Staaten vor der Insolvenz bewahrt.

Bilanzsumme verzehnfacht

Und die Beträge werden immer mehr und nehmen unvorstellbare Ausmaße an. Allein von März 2015 bis 2019 hat die EZB Staatsanleihen und andere Wertpapiere im Volumen von rund 2,6 Billionen Euro erworben.

Dann kam Corona. Und die Staaten druckten noch mehr Geld. Das unter dem Kürzel PEPP bekannte Corona-Anleihekaufprogramm beläuft sich auf 1,85 Billionen Euro.

Die Bilanzsumme der EZB nahm von rund 0,8 Billionen Euro im Jahr 2004 auf 4,7 Billionen Euro Anfang 2020 auf inzwischen mehr als 8,57 Billionen Euro zu. Binnen 15 Jahren hat sie sich also mehr als verzehnfacht.

Ehernes Gesetz

Und das alles bei schrumpfender Wirtschaftsleistung. Doch wächst die Geldmenge stärker als die Gütermenge, schlägt sich der monetäre Überhang früher oder später in steigenden Güterpreisen nieder. Wie schon immer. Mit Ende 2021 hat dieses eherne Gesetz zu wirken begonnen.

Doch die Mainstream-Medien und die Politiker haben einen Schuldigen für das Laufen der Preise gefunden: Putin.

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