Presseclub ehrt die vom Presserat verurteilte Journalistin für „Menschenrechte“ – Unzensuriert

Christa Zöchling beim Fotografieren von FPÖ-Wählern. In einem profil-Artikel hatte sie diese Gruppe als “die hässlichsten Menschen Wiens” bezeichnet.

Foto: Z.V.g.
Presseclub ehrt die vom Presserat verurteilte Journalistin für „Menschenrechte“

Hauptsache links, Hauptsache gegen die FPÖ – das könnte der Maßstab für Journalisten-Ehrungen des Presseclubs Concordia sein. Denn jetzt wird mit Christa Zöchling ausgerechnet eine Journalistin in der Kategorie „Menschenrechte“ geehrt, die wegen der Diskriminierung von FPÖ-Sympathisanten vom Presserat verurteilt wurde.

“Pickelhaut, schlechte Zähne, ausgeleierte Schuhe”

Zöchling schrieb am 6. September 2015 auf profil.at im Rahmen einer Wahlkampf-Reportage über die „hässlichsten Menschen Wiens“ und meinte damit die Wähler der FPÖ. Wörtlich meinte sie:

Es ist zum Heulen: die Menschen, die ihm zukreischen und wie sie aussehen. Es sind die hässlichsten Menschen Wiens, ungestalte, unförmige Leiber, strohige, stumpfe Haare, ohne Schnitt, ungepflegt, Glitzer-T-Shirts, die spannen, Trainingshosen, Leggins. Pickelhaut. Schlechte Zähne, ausgeleierte Schuhe. Die Flüchtlinge aus dem Nahen Osten sind ein schönerer Menschenschlag. Und jünger. Und irgendwie schwant ihnen das, den abgearbeiteten, älteren Österreichern. Und sie werden sehr böse und würden die Flüchtlinge gern übers Meer zurückjagen. Aber das kann man ja nicht laut sagen. Sagen sie.

Presserat: “Eindeutige Diskriminierung”

Der Presserat, der – von mehreren Lesern auf diese Beleidigung aufmerksam gemacht – selbständig ein Verfahren einleitete, rügte daraufhin das Profil. Im Urteil gegen Christa Zöchlings Sprachdurchfall hieß es in einer Aussendung des Presserats, über die auch der Kurier berichtete:

Eine derartig intensive, pauschale Häufung negativer Attribute sei für sich betrachtet eine eindeutige Diskriminierung dieser Menschen.

Heide Schmidt Juryvorsitzende

Diese Christa Zöchling, die also laut Presserat „eindeutig Menschen diskriminierte“, ist bei der Verleihung der Concordiapreise am 26. April im Parlament ausgerechnet in der Kategorie „Menschenrechte“ Preisträgerin. Schaut man sich die Mitwirkenden dieser Preisverleihung an, braucht man sich über die Nominierung von Frau Zöchling nicht zu wundern. Parlamentspräsident Wolfgang Sobotka, gegen den die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs ermittelt (es gilt die Unschuldsvermutung), wird Eröffnungsworte sprechen. Und besonders pikant: Heide Schmidt, politisch groß geworden unter Jörg Haider, später aber zur Anti-FPÖ-Kämpferin mutiert, wird als Juryvorsitzende verkünden, warum Christa Zöchling der Preis für Menschenrechte zusteht.

Christa Zöchling

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