Trotz massiver Erhöhung der GIS: ORF kündigt Millionen-Verlust an – Unzensuriert

Auch die jüngste saftige Erhöhung der ORF-Gebühren um fast zehn Prozent kann den ORF anscheinend nicht mit den dringend benötigten finanziellen Mitteln ausstatten.

Foto: Thomas Ledl / wikimedia.org (CC-BY-SA-3.0-AT)
Trotz massiver Erhöhung der GIS: ORF kündigt Millionen-Verlust an

Der seit Jahresbeginn aktive ORF-Chef Roland Weißmann hat gegenüber seinen Mitarbeitern und dem Stiftungsrat über ein drohendes Minus von zwölf Millionen Euro im Jahr 2022 informiert. Die Begründung dazu klingt nach einem Scherz, denn verantwortlich dafür sollen Pandemie, Ukraine-Krieg und Inflation sein.

“ORF-Mitarbeiter-Maßnahmenpaket alternativlos”

Ganz anders sah es noch vor wenigen Monaten aus, denn da versprach sich der ORF noch einen Gewinn von 8,6 Millionen Euro. Am vergangenen Freitag informierte der Generaldirektor nun seine Mitarbeiter in etwas seltsamem “Deutsch” über den “negativen Forecast” für das Jahr 2022. Seit der Mitarbeiterinformation vor mehreren Wochen habe sich die Situation nun noch dramatischer verschärft. Ein Maßnahmenpaket sei “alternativlos”, ließ er die Bediensteten wissen.

ORF-Chef: “Blut, Schweiß und Tränen”

Augenzeugen sprachen von einer “Blut, Schweiß und Tränen“-Ansprache gegenüber der Belegschaft. Wie es ausschaut, dürften die traditionell gut bezahlten Mitarbeiter des Staatsfunks nun den Gürtel etwas enger schnallen müssen. Beginnen soll das Maßnahmenpaket mit einem Urlaubs-Abbau.

Erst vor wenigen Wochen ORF-Gebühren massiv erhöht

Dass der ORF Finanzprobleme hat und mit den aktuellen Mitteln nicht annähernd auskommt, mag für viele GIS-Zahlern eine Provokation sein: Erst Anfang des Jahres wurden die Gebühren, die weltweilte Spitze darstellen, um acht Prozent erhöht.

ORF Zentrum Künigelberg

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