Teile der SPÖ könnten sich demnächst als Linkspartei abspalten – Unzensuriert

Was plant Ex-Kanzler Christian Kern mit einer eigenen Wahlplattform tatsächlich? Will er der SPÖ schaden oder geht es nur um eigenes Geltungsbedürfnis?

Foto: SPÖ Presse und Kommunikation / Wikimedia CC BY-SA 2.0
Teile der SPÖ könnten sich demnächst als Linkspartei abspalten

Ähnlich wie in Deutschland vor rund zwanzig Jahren könnte sich in Österreich durch eine Abspaltung der SPÖ eine neue Partei im linksextremen Spektrum bilden. Im Unterschied zur deutschen “Linkspartei” könnte die Truppe rund um Ex-Kanzler Christian Kern weniger Kommunismus alter Schule vertreten, sondern eher marxistische Werte nach amerikanischem Vorbild.

Partei soll angeblich nur Mittel zum Zweck sein

Laut dem linksliberalen Standard soll die Plattform nur gegründet werden, um der SPÖ fünf bis zehn Prozent der Stimmen abzujagen und so zu verhindern, dass es zu einer erneuten “großen Koalition” zwischen Rot und Schwarz kommt – auch wenn die Sozialdemokraten dabei vermutlich den Kanzler beziehungsweise mit Pamela Rendi Wagner die Kanzlerin stellen würden. Was die Linkaußenkräfte damit bezwecken wollen, ist, die SPÖ mit ihrem Antreten zu einer linken Regierung mit Beteiligung der SPÖ, Grüne und NEOS zu drängen. Ob es dafür überhaupt nötig ist, dafür eine eigene Wahlpartei zu gründen, ist eher verwunderlich – die SPÖ könnte auch jetzt schon leicht mit den NEOS und den Grünen zusammen regieren, eine vierte Partei könnte das nur schwieriger machen. Viel schlüssiger erscheint es, dass die Gruppe aus linken Promis und dem Ex-Politiker Kern das eigene Geltungsbewusstsein antreibt.

Rendi Wagner und SPÖ um Platz eins gebracht

Ganz egal ob die Wahlplattform erfolgreich ist und ihr Ziel aufgeht, bringen die Polit-Aktivisten damit Rendi Wagner und die derzeitige Sozialdemokratie stark unter Zugzwang. Erstmals seit Jahren steht es wieder gut um die altehrwürdige Partei und der Sieg ist zum Greifen nahe. Dass dann Selbstdarsteller und Quereinsteiger alle Hoffnungen zunichte machen, dürften der SPÖ nicht schmecken und es wird sicherlich böses Blut geben. Nicht unwahrscheinlich ist auch, dass die skurrile Truppe aus Selbstdarstellern und Gutmenschen, die vermutlich neben dem ehemaligen Bundeskanzler Christian Kern auch aus Quereinsteigern wie Schauspielerin Katharina Stemberger, dem Juristen Heinz Mayer oder Black-Lives-Matter-Aktivistin Mireille Ngosso besteht, nicht die nötigen vier Prozentpunkte für den Einzug in den Nationalrat bekommen und die Stimmen an diese daher verlorene sind, die dem gesamten linken Lager schaden, denn der Bedarf an amerikanischen Liberalismus mit Fokus auf Race, Gender und LGBTQ ist in Österreich eher gering.

Christian Kern

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