Verrechnet: Sanktionspolitik des Westens wird immer mehr zum Bumerang – Unzensuriert

Russlands Präsident Wladimir Putin sollte ins Aus gestellt werden. Doch beim BRICS-Treffen zeigte er dem Westen die Rote Karte.

Foto: The Presidential Press and Information Office / wikimedia.org (CC-BY-4.0)
Verrechnet: Sanktionspolitik des Westens wird immer mehr zum Bumerang

Die USA und ihre Verbündeten in Europa wollten die Gelegenheit, nämlich den Einmarsch in die umstrittene Ostukraine, nützen und Russland aus dem Rennen um Macht und Einfluss nehmen.

Mehrheit folgte den USA nicht

Doch schon kurz nach Verkündigung des US- und EU-Plans nach weitreichenden Sanktionen gegen Russland wurde klar, dass die große Mehrheit der Staaten dem nicht folgen wollte. Und nun zeigte sich auf dem BRICS-Gipfel am Donnerstag, dem Treffen der größten Schwellenländer der Welt, wie sehr sich die USA und die EU verrechnet haben.

Brasilien, Indien, China, Südafrika und Russland sind bevölkerungsreiche Staaten mit rückständigen Wirtschaftsleistungen, aber hohem Wirtschaftswachstum. Im Jahr 2009, unmittelbar nach dem Beginn der großen Finanzkrise, trafen sich die Staats- und Regierungschefs dieser Staaten zum ersten Mal zum BRICS-Gipfel, und zwar im russischen Jekaterinburg. Ziel der BRICS-Staaten ist mehr Mitsprache bei der internationalen Währungs- und Finanzordnung, um mehr für ihre Staaten herauszuholen.

“Antiwestliche Allianz”

Russland war auch beim heurigen Gipfeltreffen mit dabei; sein Präsident Wladimir Putin nützte das virtuelle Zusammentreffen, um zu engerer Zusammenarbeit aufzurufen. Über den Ukraine-Krieg wurde kaum oder gar nicht gesprochen, dafür war viel Kritik am Westen zu hören, vor allem von Gastgeber China und Russland.

Die Welt resümiert:

Die antiwestliche Allianz wird immer mächtiger, politisch und wirtschaftlich – und sie erstreckt sich über die ganze Welt.

Übers Ziel geschossen

Die extremen Sanktionen des Westens gegen Russland, die auch vor Sportlern, Künstlern, Katzen (wurden von Ausstellungen ausgeschlossen) und Bäumen (russische Eiche wurde vom Baum-des-Jahres-Wettbewerb ausgeschlossen) nicht Halt machte, haben den Rest der Welt den unerbittlichen Willen des Westens klar gemacht, die US-Hegemonie um jeden Preis, auch den der Schädigung der eigenen Volkswirtschaften, aufrechtzuerhalten.

Die Enteignung von Privatpersonen aufgrund ihrer russischen Nationalität und damit das Ende jeglicher Rechtssicherheit, wenn sie nur politisch gewollt ist, führte den anderen Staaten vor Augen, wie schnell man unter die Räder dieser Hegemonie geraten kann.

Den Letzten beißen die Hunde

Die Zeche für all das zahlen hier wie dort die Bürger: Im Westen durch explodierende Energiepreise und in der Folge sinkenden Wohlstand und in der restlichen Welt, weil die Staaten als Gegenpole zu den USA ihren Bürgern eine autoritäre Gesellschaftsform aufzwingen können und auch tun.

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