ÖVP-Innenminister schockt Nationalrat: Rund 9.000 Asylwerber allein im Juni – Unzensuriert

Um einen Asyl-Tsunami wie 2015 zu verhindern, schlägt FPÖ-Parteichef Herbert Kickl der ÖVP ein Asylstopp-Paket vor.

Foto: Eugene_R. / despositphotos
ÖVP-Innenminister schockt Nationalrat: Rund 9.000 Asylwerber allein im Juni

ÖVP-Innenminister Gerhard Karner hat heute, Donnerstag, im Rahmen der „Dringliche Anfrage“ der FPÖ zum Thema „Asyl“ den Nationalrat regelrecht geschockt. Er musste zugeben, dass es allein im Juni rund 9.000 (!) Asylwerber in Österreich gibt.

Größte Gruppe aus Afghanistan

Bisher war bekannt, dass in den ersten vier Monaten dieses Jahres knapp 16.000 Ausländer in Österreich um Asyl ansuchten. Nur 2,8 Prozent davon kommen aus der Ukraine – die größten Gruppen der Asylwerber stammen heuer weiterhin aus Afghanistan und Syrien, wo schon lange kein Krieg mehr herrscht, und Tunesien, einem Urlaubsland. Selbst von Türken wurden im heurigen Jahr mehr als doppelt so viele Asylanträge gestellt als von ukrainischen Staatsbürgern.

Asylzahlen explodierten im Juni

Im Juni sind die Zahlen offenbar nochmals explodiert. In diesem Monat waren es rund 9.000 Migranten, so die Schätzung von ÖVP-Innenminister Karner. Inklusive Mai und Juni habe es heuer geschätzte 31.000 Asylanträge gegeben. Das sei ein Plus von 185 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 2021. Mehr als 33.000 Personen wurden aufgegriffen. Viele von ihnen seien reine Wirtschaftsmigranten, so Karner in der Beantwortung der “Dringlichen Anfrage” der FPÖ.

ÖVP reagierte auf Kickl-Angebot nicht

Wie berichtet, hat der freiheitliche Klubobmann Herbert Kickl der ÖVP aufgrund der dramatischen Entwicklung in der Migration ein Angebot unterbreitet, zu dem sie eigentlich nicht nein sagen könnten. Denn beim Thema „Asyl“ hat sich die ÖVP mit den Grünen einen koaltionsfreien Raum ausgehandelt. Bis dato haben ÖVP-Kanzler Karl Nehammer und Co auf dieses Angebot nicht reagiert.

Asylstopp-Paket soll Migrations-Tsunami verhindern

Kickl schlägt der ÖVP ein Asylstopp-Paket vor, das sie außerhalb der Koalition mit den Freiheitlichen beschließen könnten. Denn in der Koalitionsvereinbarung mit den Grünen hieß es ja, sollte es eine Krise im Asylbereich geben, und die gäbe es, dann habe die ÖVP die Möglichkeit, abseits der Grünen Mehrheiten im Parlament zu finden.

Wacht die ÖVP nicht endlich auf und setzt dringend notwendige Maßnahmen, dann könne man laut Kickl davon ausgehen, dass es einen Asyl-Tsunami geben werde, der das Jahr 2015 möglicherweise in den Schatten stellen würde.

Migranten

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