Diskriminierung für Impffreie: Bei gleicher Qualifikation werden Geimpfte bevorzugt – Unzensuriert

Wer sich in Wien für einen Lehrer-Posten bewirbt, braucht seit 1. Juli keinen Nachweis mehr für eine Corona-Impfung vorlegen.

Foto: racorn / despositphotos
Diskriminierung für Impffreie: Bei gleicher Qualifikation werden Geimpfte bevorzugt

Wer glaubt, dass durch die Abschaffung der Impfpflicht der Druck zur Impfung vorbei ist, der irrt. Offiziell wurde die Nennung des Impfstatus bei einer Bewerbung zwar in vielen Bereichen wieder abgeschafft, doch bleibt man als Impffreier oft trotzdem auf der Strecke.

Kein Impfzwang mehr für Beruf in Wiener Schulen und Kindergärten

Noch im April, nach Abschaffung des Impfpflicht-Gesetzes, wandte sich Frau S. an unzensuriert und beschwerte sich, weil ihr bei einem Bewerbungsgespräch bei der MA10 (Wiener Kindergärten) mitgeteilt worden sei, dass eine Neuanstellung nur mit Immunisierung möglich wäre. Eine andere Dame (Name ist der Redaktion bekannt) sprach von „Impfzwang vor der Arbeitsaufnahme“, als sie sich als Genesene für einen Lehrer-Job in Wien beworben hatte.

Unzensuriert fragte bei der Bildungsdirektion Wien nach, ob diese Impfpflicht weiter bestehe und bekam heute, Montag, zur Antwort:

Es ist derzeit kein Nachweis des Impfstatus notwendig.

Bei den Wiener Kindergärten teilte die Servicestelle mit, dass die Bewerber seit 1. Juli keinen Impfnachweis mehr vorlegen müssten.

Bei gleiche Qualifikation Geimpfte bevorzugt

Ein bisschen anders ist es in Tirol – da zählt ab sofort nicht mehr allein die Befähigung oder Leistung eines Bewerbers für einen Job in Spitälern, sondern der Impfstatus. Die Corona-Impfplicht wurde an den „tirol kliniken“, zu denen die Krankenanstalten in Innsbruck, Hall in Tirol, Natters und Zirl gehören, als Bedingung bei Neuanstellungen zwar wieder abgeschafft, doch – Achtung! – bei gleicher Qualifikation werden geimpfte Personen bei der Anstellung bevorzugt. Das berichtete auch die Tiroler Tageszeitung. Es gibt in Österreich also nach wie vor eine Diskriminierung von Ungeimpften, wie dieses Beispiel klar vor Augen führt.

Zusätzliche Urlaubstage für gültiges Impfzertifikat

Die Diskriminierung von Impffreien geht bei manchen Betrieben sogar soweit, dass sie ihren Angestellten für ein gültiges Impfzertifikat zusätzliche Urlaubstage schenken. Es handelt sich dabei um eines im oberösterreichischen Mühlviertel ansässigen Unternehmens. Darüber berichtete das Regionalfernsehen RTV. Hier das Video:

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Lehrerin und Schulklasse

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