Rosa Ecker: „Frauenmorde sind in Wahrheit oft Suizide in Lebensgemeinschaften höheren Alters“ – Unzensuriert

Vor ihrem Interview bei den “Donaustädter Sommergesprächen” in Wien stellte sich FPÖ-Frauensprecherin Rosa Ecker den Fragen von unzensuriert.

Foto: unzensuriert
Rosa Ecker: „Frauenmorde sind in Wahrheit oft Suizide in Lebensgemeinschaften höheren Alters“

Die Zahl der Frauenmorde steige in erschreckendem Ausmaß, zuletzt würden vermehrt Suizide in Lebensgemeinschaften höheren Alters geschehen, von Personen, die aus der depressiven Phase der Corona-Zeit nicht mehr herausfänden. Das sagte die FPÖ-Frauensprecherin Rosa Ecker in einem spannenden Interview mit unzensuriert.

Unzensuriert: Wie fühlt man sich in einer vom Mainstream behaupteten Männerpartei wie der FPÖ?

Ecker: Ganz normal. Ich bin in der Partei sehr wohlwollend aufgenommen worden. Ich habe nie das Gefühl gehabt, dass es irgendwelche Vorbehalte gibt, nur weil ich eine Frau bin.

Als Männerpartei haben Sie die FPÖ nie wahrgenommen?

Auffällig war am Anfang schon, dass weniger Frauen als Männer politische Funktionen ausgeübt haben. Mittlerweile fällt mir das nicht mehr auf. Wir haben in Oberösterreich, wo ich Landesparteichef-Stellvertreterin bin, mehr Frauen als je zuvor. Vor allem in der Gemeinde sieht man das, wo die Frauen im engsten Umfeld etwas verändern wollen.

Waren Sie schon einmal auf einer Regenbogen-Parade?

Nein.

Warum nicht?

Ich glaube, dass ich meine Zeit sinnvoller verbringen kann.

Was sagen Sie zu den derzeit überschießenden Gender-Ideologien, etwa, dass in Österreich Meldezettel künftig sechs Geschlechter aufweisen? Neben „männlich“ und „weiblich“ auch „divers“, „inter“, „offen“ sowie „keine Angabe“.

Die ganze Genderei war schon in den vergangenen Jahren sehr mühsam. Es hat den Frauen bis dato überhaupt nichts gebracht. Das Sichtbarmachen, was ja der ursprüngliche Gedanke des Genderns war – man sieht einen Motorradfahrer und denkt sich, das ist ein Mann, man sieht eine Motorradfahrerin und denkt, das ist eine Frau -, ist völlig verloren gegangen. Dieser Ursprungsgedanke gilt schon lange nicht mehr, denn mittlerweile will man alles mit diesem Doppelpunkt am Ende verpacken, da weiß man ja nicht mehr, wer sich dahinter verbirgt.

Ist es ein Irrglaube, dass mit dem Gendern, dem Verändern der Sprache, die politische Realität verändert werden kann?

Die wenigsten Menschen machen sich Gedanken, wenn sie einen männlichen Begriff verwenden, ob das ein Mann oder eine Frau ist. Wenn ich sage, der Motorradfahrer fährt auf der Straße, dann denke ich nicht nach, ob es sich um einen Mann oder um eine Frau handelt.

Was sind Ihrer Meinung nach die wirklichen Bedürfnisse und Belange der Frauen, um die man sich kümmern sollte?

Da gibt es ganz viele, aber leider gibt es zurzeit keine Frauenpolitik in Österreich. Es gibt das Thema „Gewalt gegen Frauen“, es gibt das Gleichstellungs-Thema „LGBTQ+“, aber sonst gibt es nichts mehr. Beim Thema „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ – ich kann das gar nicht mehr hören – geht nichts weiter. Hier sollte man jedenfalls bei den Lehrlingen einmal beginnen, damit wenigstens etwas weitergeht. Wir haben mittels einer parlamentarischen Anfrage herausbekommen, dass Frauen öfter, länger und schwerer krank sind als Männer. Das belastet das Gesundheitswesen, das belastet die Firmen, weil die Frauen dadurch aus dem Arbeitsprozess herausfallen, anscheinend gibt es aber kein Interesse daran, dass man hier etwas ändert.

Frauenmorde und Gewalt gegen Frauen dominieren nach wie vor die Nachrichtenlage. Millionen-Investitionen seitens des Staats in NGOs und Frauenhäuser haben anscheinend gar nichts gebracht.

Ich habe das im Plenum auch einmal gesagt, es liegt nicht am Geld, es liegt daran, dass sich die Strukturen zur Bekämpfung dieser Situation einfach nicht bewährt haben. Die Zahlen steigen. Wir haben in den vergangenen zehn Jahren mehr als 300 Morde an Frauen, in Summe an die 800 schwere Gewalttaten, die die Frauen betreffen, da liegen wir im europäischen Spitzenfeld. Erschreckendes ist dazugekommen. Wir haben in letzter Zeit Frauenmorde in Lebensgemeinschaften höheren Alters. Das sind eigentlich erweiterte Suizide, weil die älteren Menschen mit der Pflege nicht zurechtkommen, weil sie finanzielle Probleme haben, weil sie krank sind und weil diese Corona-Einsamkeit, Depressivität, nicht mehr aufgebrochen werden kann. Ältere Menschen haben dann oft das Gefühl, den besten Teil ihres Lebens hinter sich zu haben, und beschließen es selbst. Das sind an und für sich keine Frauenmorde, obwohl sie in der Statistik so geführt werden.

Hat die große Anzahl an Frauenmorden nicht auch damit zu tun, dass wir eine starke illegale Einwanderung aus fremden Kulturen haben?

Im Schnitt kann man sagen, dass an die 30 Prozent der Frauenmorde von Tätern verübt werden, die keine österreichischen Wurzeln haben. Nicht nur die Täter, sondern auch die Opfer haben keine österreichischen Wurzeln. Ich habe daher in einem parlamentarische Antrag gefordert, dass in der Statistik erfasst wird, welche Nationalität die Täter bei Sexualstraftaten haben. Denn wer jetzt einen Zeitungsartikel liest, dem wird verschwiegen, welche Nationalität der Täter hat.

30 Prozent klingt zuerst wenig. Aber man muss das ja immer ins Verhältnis zu der Zahl der Menschen, die zu uns kommen, stellen.

Ja natürlich. Im Vergleich zur Bevölkerungszahl der Österreicher und jener, die keine österreichischen Wurzeln haben, sind 30 Prozent sehr, sehr viel. Das Problem ist zudem, dass man dieses Thema nicht mehr aussprechen darf. Und was ich nicht aussprechen darf, liegt nicht auf dem Tisch und wird keiner Lösung zugeführt. Es braucht einfach andere Maßnahmen für Täter, die ein anderes Frauenbild haben, eines das wir hier nicht haben wollen. Wir sind ja nicht im Mittelalter stehengeblieben! Auffällig ist vor allem, mit welcher Brutalität – man kann es ruhig aussprechen – afghanische Jugendliche gegen Mädchen vorgehen, das hat man am tragischen Schicksal von „Leonie“ gesehen.

Anderes Thema. Warum sollen die freiheitlichen Frauen Walter Rosenkranz zum Bundespräsidenten wählen?

Walter Rosenkranz hat eine ruhige Art, an eine Sache heranzugehen. Ihm kann man vertrauen. Er kennt sich in der Geschichte sehr gut aus und weiß daher Entwicklungen gut einzuschätzen. Er hat eine Familie und Verantwortung für Kinder übernommen. Ich denke, er ist genau der Volksanwalt, der Anwalt, den wir den Österreicherinnen und Österreicher absolut empfehlen können.

Rosa Ecker

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