Gehackt! Geheime Daten von Raketenhersteller MBDA gestohlen – Unzensuriert

Der Militärkonzern MBDA mit Hauptsitz in Paris wurde nun Opfer eines Cyberangriffes. Ein 80 Gigabyte großer Datenträger mit sensiblen Daten aus der Militärtechnik wird inzwischen in Foren zum Kauf angeboten.

Foto: Defence-Imagery / pixabay.com
Gehackt! Geheime Daten von Raketenhersteller MBDA gestohlen

Berichten zufolge sollen Hacker an sensible Daten des Raketenherstellers MBDA gelangt sein. Die gestohlenen Daten betreffen auch Gerät, das an die Ukraine geliefert wurde. Die NATO überprüft nun den Cyberangriff.

Informationen zu MBDA im Netz – und schon ein Käufer

Wie BBC berichtete, wurde der 80 Gigabyte große Datensatz, der sensible Daten über die Firma MBDA und ihre Militärtechnik enthält, in einem Online-Forum angeboten. Der Preis für die Informationen beläuft sich dabei auf 15 Bitcoin, was umgerechnet circa 21.500 Euro entspricht. Mittlerweile ist bekannt, dass zumindest eine Person bereits den Datensatz erworben hat.

Konstruktionspläne, Blaupausen und ,,geheime“ NATO-Dokumente

In der Werbung für den Datensatz behaupten die Hacker, es seien Protokolle, GPS-Koordinaten, Konstruktionspläne, Vertragsvereinbarungen und Gespräche mit anderen Unternehmen auf dem Datensatz enthalten. Außerdem hätte man Zugriff auf Dokumente, die von der NATO als ,,geheim“ klassifiziert werden. Inwiefern solche NATO-Dokumente einen Schaden ausüben könnten, ist unbekannt. Ein anonymer Beamter meinte, dass übermäßig viele Dokumente der NATO klassifiziert werden würden. Die Dokumente, die als ,,NATO Secret“ klassifiziert werden, sollten jedoch unter keinen Umständen in die Hand der Öffentlichkeit fallen.

NATO und Herstellerfirmen beschwichtigen

In dem Datensatz soll auch das Innenleben des CAMM-Luftverteidigungssystems, hergestellt von MBDA, enthüllt worden sein. Unter anderem ist die Position der elektronischen Speichereinheit definiert worden. Ein solches Luftabwehrsystem ist auch in die Ukraine via Polen geliefert worden. MBDA und NATO beschwichtigen und meinen, die Daten seien nicht von besonderer Sensibilität. Man arbeite an der Suche nach dem Leck.

 

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