Lenzing-Werk im Burgenland schlingert in Russland-Sanktionsstrudel – Unzensuriert

Wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, bis auch der Lenzing-Stammsitz in Oberösterreich von energiebedingten Produktionskürzungen erfasst wird.

Foto: Robert Wetzlmayr / wikimedia.org (CC BY SA 3.0)
Lenzing-Werk im Burgenland schlingert in Russland-Sanktionsstrudel

Der Wirtschaftskrieg gegen Russland hat auch die heimische Wirtschaft erreicht. Aufgrund der stark gestiegenen Gaspreise kündigt der oberösterreichische Textilfaserhersteller Lenzing an, seine Produktion am burgenländischen Standort in Heiligenkreuz erheblich zurückfahren zu müssen. FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl fordert einen sofortigen Ausstieg aus den wirtschaftsschädlichen Russland-Sanktionen.

Mitarbeiter zur Kurzarbeit angemeldet

Aufgrund der hohen Gaspreise sei es derzeit nicht möglich, dort profitabel zu produzieren, begründete ein Unternehmenssprecher am Freitag gegenüber der Austria Presseagentur (APA) den geplanten Schritt. Je nach Situation der Gaspreisentwicklung müssen wahrscheinlich zwei der drei Produktionslinien heruntergefahren werden. Die davon betroffenen Mitarbeiter wurden bereits beim AMS zur Kurzarbeit angemeldet.

Die schwierige Energiepreissituation sprach letzte Woche auch Unternehmensvorstand Stephan Sielaff bei der Bilanz-Pressekonferenz zum ersten Halbjahr 2022 an, bei der er einen Gewinnrückgang um ein rundes Viertel auf 72,3 Millionen Euro verkünden musste.

“Russland-Sanktionen beenden”

„Dieses Beispiel ist genau das, wovor wir gewarnt haben”, stellt der freiheitliche Bundesparteiobmann Herbert Kickl in einer Reaktion zu den aktuellen Ereignissen im Lenzing-Werk fest. “Durch die Sanktionen klettern die Energiepreise immer weiter und bringen auch große Industriebetriebe in höchste Bedrängnis.” Und er fragt, wie viele solche Hiobsbotschaften noch bekanntwerden müssen, bis diese Bundesregierung endlich einsieht, dass die Russland-Sanktionen in erster Linie unserer Wirtschaft schaden, aber auf den Krieg in der Ukraine keinerlei Auswirkungen haben.“

Besonders schlimm sei die Situation für die von Kurzarbeit betroffenen Mitarbeiter, so Kickl. „Lebensmittel, Energie, Treibstoffe – all das werde immer teurer, und jetzt müssten sie auch noch auf Teile ihres Einkommens verzichten.

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt unzensuriert mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Folge uns auf unserem Telegram-Kanal, um Artikel zu kommentieren und unzensuriert informiert zu bleiben.

    Diskussion zum Artikel auf unserem Telegram-Kanal:
Copy link