Ex-Außenminister Rumäniens: „Wenn es keinen Frieden gibt, wird die Demokratie darunter leiden“ – Unzensuriert

Ein Grenzübergang zwischen der Ukraine und Rumänien: Hier kennt man sich, weshalb der rumänischen Sicht des Konflikts eine Bedeutung zukommt.

Foto: unzensuriert.at
Ex-Außenminister Rumäniens: „Wenn es keinen Frieden gibt, wird die Demokratie darunter leiden“

Abseits der westlichen Kriegsallianz, die möchte, dass die Ukraine bis zum Sieg über die Russen kämpft, denken andere über die Zukunft dieser Region nach – und darüber hinaus.

Vorstoß zur Verhandlungslösung bei UNO-Versammlung

Aktuell macht, wie unzensuriert berichtete, Mexiko einen Vorstoß vor den Vereinten Nationen (UNO), der die Kampfhandlungen beenden und eine Verhandlungslösung erzielen soll.

Einen konkreten Vorschlag machte vor wenigen Tagen der ehemalige Außen- und Bildungsminister Rumäniens, Andrei Marga. Während Mexiko weitab vom Geschehen ist, teilen sich die Ukraine und Rumänien einen 601 Kilometer langen Grenzverlauf – einen umstrittenen. Man kennt sich gut.

Ukraine als künstliches Gebilde

Marga ist nicht mehr aktiver Politiker und beruflich Universitätsprofessor und Wissenschaftler, der „in einer Reihe mit den Fachleuten“ stehe, „die in der Welt den Ton angeben“, wie er in der Tageszeitung Adevărul am Samstag zitiert wurde. Er meint, dass sich die Ukraine in „unnatürlichen Grenzen“ befinde:

Wir befinden uns hier in einer absolut besonderen Situation, und ich sage es mit aller Verantwortung: Die Ukraine befindet sich in unnatürlichen Grenzen.

Marga: Kein dauerhafter Friede ohne Grenzänderungen

Damit dauerhafter Friede einkehren könne, müsse seiner Meinung nach die Ukraine Gebiete an Russland, Ungarn, Polen und Rumänien abtreten:

Sie muss Gebiete an Ungarn – Transkarpatien, Polen – Galizien, Rumänien – Bukowina und Russland – Donbass und Krim abtreten. Dies sind Gebiete anderer Länder.

Warnung an Europa

Denn sollte man an der territorialen Integrität der jetzigen Ukraine „festhalten“, würde es immer wieder „zu Konflikten kommen“, sagte Marga und warnt:

Und ich schließe damit, um es ganz klar zu sagen: Solange das Problem nicht durch eine Diskussion sowie mit Amerika und Russland und Deutschland und der Ukraine und China gelöst und keine Einigung erzielt wird, wird es keinen Frieden in Europa geben. Und wenn es keinen Frieden gibt, wird die Demokratie darunter leiden.

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