Blümels Interview in der Tiroler Tageszeitung im Jänner und seine Aussagen heute zeigen die Wendehals-Politik der ÖVP.

Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres / Wikimedia (CC-BY-2.0)
Die Wendehals-Politik der ÖVP am Beispiel eines Interviews von Gernot Blümel in der Tiroler Tageszeitung

Blümel und seine ÖVP. Das ist Wendehals-Politik in Reinkultur. Diese schwarze ÖVP ist weder integer, noch redlich, noch pakttreu. Und die ÖVP hat noch jede Regierung mutwillig gesprengt!

Das schreibt der frühere FPÖ-Parteiobmann Heinz-Christian Strache auf seiner Facebook-Seite. Er begründet seine Aussage mit einem Interview des Kurz-Vertrauten und Ex-Kanzleramtsministers Gernot Blümel (ÖVP) in der Tiroler Tageszeitung (TT). Blümel hatte dieses TT-Gespräch nur wenige Monate vor dem Aus der türkis-blauen Regierung geführt – und zwar am 31. Jänner 2019.

Blümel: Unterstütze Kickl zu 100 Prozent

Damals hatte Blümel der TT gesagt: „Ich unterstütze Kickl zu 100 Prozent“. Wenige Monate später soll eine Zusammenarbeit mit Kickl nicht mehr möglich sein. Ein Argument dafür bleibt Blümel und die restliche ÖVP samt Bundespräsident Alexander Van der Bellen freilich schuldig.

Liest man das TT-Interview vom Jänner dieses Jahres, kann man sich die Ablehnung Blümels gegenüber des ehemaligen FPÖ-Innenministers Herbert Kickl gar nicht vorstellen. Ja, man könnte sogar zum Schluss kommen, Blümel sei ein regelrechter Fan von Kickls Arbeit. Hier ein Auszug des Interviews:

TT: Wie arbeiten Sie mit FPÖ-Innenminister Herbert Kickl zusammen, sehen Sie ihn als Belastung?

Blümel: Überhaupt nicht. Ich arbeite sehr gut mit ihm zusammen. Ich unterstütze Kickl zu 100 Prozent.

Blümel und ÖVP verlieren Glaubwürdigkeit

Weiters sagt Blümel zur Koalition mit der FPÖ: „Ich habe in verschiedenen Funktionen die Arbeit von unterschiedlichen Koalitionen miterlebt. So einträchtig arbeitete noch nie eine Koalition – nach innen wie nach außen.“

Heute, nachdem Sebastian Kurz die Regierung sprengte und Kickl zur Koalitionsfrage hochstilisiert, klingt Blümel ganz anders. Die Frage ist nur, wie glaubwürdig das bei den Wählern ankommt.

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