Der Bayrische Rundfunkt präsentierte sich wieder als linker Erziehungsjournalismus.

Kathrin Möbius / Wikimedia /CC BY 3.0 DE)
Abstimmung mit den Füßen: Fast eine halbe Million neuer Kirchenaustritte

Am Freitag Abend berichtete B5aktuell über einen evangelischen Pastor in Immenstadt im Allgäu, der einen Strafbefehl über 4.000 Euro erhalten hatte, weil er einen Afghanen illegal ein Jahr bei sich „versteckt“ hatte. B5aktuell meldete, dass der Pastor dem Afghanen, der verbotenerweise im Land ist, „Kirchenasyl“ gewährte. Kirchenasyl galt historisch allerdings für offene Streite im Land, nicht für Einwanderer im Rahmen ihrer Einwanderung.

Tendenziöse Berichterstattung

Befragt wurde allein der evangelische Landesbischof und Ratsvorsitzende der „Evangelischen Kirche Deutschlands“ (EKD) Heinrich Bedford-Strohm. Dazu meldete B5aktuell, dass es sich um ein bisher einzigartiges – Unterton: also irgendwie skandalöses – Vorgehen der Staatsanwaltschaft handle. Bisher seien alle Fälle, wo Pastoren so handelten, nicht geahndet worden. Bedford-Strohm zeigte daher auch kein Einsehen. Er sei über das Vorgehen der Staatsanwaltschaft nicht verwundert gewesen, denn diese habe immer gesagt, bei wiederholtem solchem Handeln, werde man einschreiten.

Es sei aber gut, so der EKD-Ratsvorsitzende, dass das nun so gekommen sei, denn es sei wichtig, dass solche Fälle ein für allemal geklärt werden – will sagen: Die behördliche „Bedrohung“ solcher Pastoren habe ein Ende zu finden. Sinngemäß wurde über den Äther geschallt, dass ein Pastor tun können müsse, was der Immenstädter Pastor getan hat.

Rechtsbruch für Rechtsbruch

Ja, tun kann er das natürlich, nur muss er dann eben die Konsequenzen tragen. Daran hakt die Sache: Sie wollen alle Helden sein, aber keine Opfer bringen.

Ich begehe einen Rechtsbruch? Ja, aber nur, weil ich ein Held bin (alles kleine Robin Hoods), aber ich bin nicht bereit die Folgen auf mich zu nehmen, also eben für meine verbotene Tat den Preis zu bezahlen. Nein, nein, da muss es einen Aufschrei geben und zum Rechtsbruch, begangen um einen anderen Rechtsbruch (illegale Einwanderung) zu decken, soll ein weiterer Rechtsbruch (die Straffreiheit für den/die begangenen Rechtsbrüche) folgen. Die Quintessenz: Die Straftat soll als solche gestrichen werden, denn der Kampf gegen eine ungerechte Kriminalisierung rechtfertigt folgende Rechtsbrüche zu deren Bekämpfung.

Zusammenhang mit Kirchenaustritten

Wenige Minuten nach dieser Geschichte berichtet B5aktuell in derselben Sendung, dass die beiden christlichen Kirchen im Land im vergangenen Jahr wieder fast eine halbe Millionen Gläubige verloren haben, verteilt zur Hälfte auf die katholische und die evangelische Kirche.

Der einzige Grund für die Kirchenaustritte, der genannt wurde, war das Bekanntwerden von sexuellen Missbrauchsskandalen. Nicht einmal die Tatsache, dass schlichtweg der Glaube nicht mehr vorhanden ist, fanden es die Journalisten wert als Grund zu benennen. Aber im konkreten Fall drängte sich ein anderer Gedanke auf: Vielleicht sollten die Kirchenführungen in den deutschen Landen einmal darüber nachdenken, ob nicht solche Rechtsbrüche wie der von Immenstadt den Leuten irgendwann zum Hals stehen und sie diese einseitige Politisierung zum linken Kampfbund satt haben.

Weltweite Ablehnung der linken Kirchenausrichtung

Von der Hand ist der Gedanke nicht zu weisen, wenn auch einschlägige Studien in diese Richtung fehlen. In Lateinamerika ist aber erwiesen, dass Millionen von Katholiken seit den 1980er Jahren zu evangelikalen Freikirchen abgewandert sind, weil sie die Wendung der katholischen Ortskirchen zur marxistischen Befreiungstheologie ablehnen und sich schlichtweg nicht mehr zu Hause fühlen.

Gläubige sind geduldig und ertragen viel, weil die Kirchenmitgliedschaft tiefer geht und persönlicher ist, als sie die gerade amtierende Kirchen-Apparatschiks beeinflussen könnten. Aber irgendwann könnte eben Schluss sein. Und Tatsache ist, dass dieselben Kreise wie in Lateinamerika, wenn auch mit anderem Lokalkolorit und anderen Selbstbezeichnungen, das Ruder in den Kirchenapparaten in deutschen Landen mehr oder weniger systematisch an sich gerissen haben. So bleibt den betroffenen Gläubigen nur noch die „Abstimmung mit den Füßen“ – der Kirchenaustritt.

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