Auf den friedlichen Stränden auf Samos stranden immer wieder Schlepperboote.

Raki_Man / Wikimedia (CC-BY-3.0)
Griechenland: Kriminelles Asylanten-Schleppernetzwerk aufgedeckt

Ein hochkarätiges kriminelles Asylanten-Schleppernetzwerk hat aktuell die griechische Polizei aufgedeckt. Die Schlepper hatten in einem ausgeklügelten System illegale Migranten mit gefälschten medizinischen Unterlagen ausgestattet, um sie auf dieser Grundlage von der Insel Samos auf das Festland zu transferieren. Durch den medizinischen Vorwand erreichte man die Überführung nach Griechenland und vereitelte eine Rückführung in die Türkei.

Diesem Schleppernetzwerk sollen unter anderem Ärzte, Krankenpfleger und Dolmetscher angehört haben. Für diese kriminelle „Dienstleistung“, also gefälschte Gesundheitszeugnisse, Diagnosen und ärztliche Überweisungen, mussten die Einwanderer zwischen 300 und 500 Euro pro Anlassfall an die Schlepper bezahlen.

Razzia deckte Schleppernetzwerk auf Samos auf

In einer Polizeiaktion konnte das Schleppernetzwerk auf Samos jetzt durch eine Razzia „Schach matt“ gesetzt werden. Zuvor waren verdeckte Ermittler in die kriminelle Organisation eingeschleust worden. Bei einem ersten Zugriff konnten Krankenakten, Telefone, Laptops, Listen mit Namen von Orientalen, ärztliche Überweisungen und Bargeld sichergestellt werden. Gleichzeitig kam es auch zu umfangreichen Verhaftungen von Verdächtigen auf Samos.

Inseln wie Samos oder Lesbos sind oft die ersten Stationen von illegalen Einwanderern aus der Türkei, die sich dann über das griechische Festland und die Balkanroute nach Mitteleuropa, also Österreich, Italien und die Bundesrepublik Deutschland durchschlagen wollen. Insgesamt sollen nicht weniger als vier Millionen Migranten auf das Übersetzen von der Türkei nach Europa warten.

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