„Bodypacker“ und „Bodypusher“ führen sich sogar Glasflaschen ein, um ihre Drogen vor dem Zugriff der Polizei zu verbergen.

Shakeeb A Khan, Christine A Davey, Shamsul A Khan, Peter J Trigwell and Srinivas Chintapatla/ Wikimedia (CC-BY-SA-2.0)
Drogendealer: 29 jähriger Bodypacker an Heroin-Überdosis gestorben?

Mit welch kriminellen Energie Drogendealer bei der Ausübung ihres schmutzigen und gegen die Volksgesundheit gerichteten Gewerbes vorgehen, zeigt sich am tragischen Schicksal eines sogenannten Bodypackers. Dieser ist mutmaßlich an einer Heroin-Überdosis verstorben.

Drogendealer starb nach Verschlucken von Stoff

Für die beherzten Polizisten der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) ein nicht alltäglicher Fall in ihrem Kampf gegen die Drogenkriminalität in der Bundeshauptstadt Wien:

Sachverhalt: Gestern observierten Beamte der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) einen mutmaßlichen Drogenverkäufer (29), der im Bereich Anton-Baumann-Park (18. Bezirk) einem Kunden ein Päckchen Heroin verkaufte. Als die Polizisten den 29-Jährigen anhalten wollten, ergriff dieser die Flucht. Es kam zu einer längeren Nacheile, die sich über mehrere Straßen bis zur Helblinggasse (17. Bezirk) zog. Dort gelang schließlich die Festnahme des 29-Jährigen. Bei einer sofortigen Personendurchsuchung spuckte der Mann sechs kleine und eine größere Kugel Heroin aus, die er im Mund versteckt hatte. In Folge wurde der Mann in den Arrestbereich der Polizeiinspektion Hohenbergstraße gebracht.

Kriminalpolizeiliche Kommissionierung ergibt Überdosis

Der Drogendealer kollabierte auf der Polizeiinspektion, die kriminalpolizeiliche Kommissionierung geht in ihrem Ergebnis von einer Überdosis Heroin aus:

Wenige Minuten nach der Überstellung kollabierte der 29-Jährige, während er auf einer Bank saß und wartete. Die anwesenden Polizisten starteten unverzüglich die Reanimationsmaßnahmen, wobei auch ein Defibrillator zum Einsatz kam. Der zwischenzeitlich eingetroffene Rettungsdienst übernahm die Erste-Hilfe-Maßnahmen, die nach dreißigminütiger Reanimation aber erfolglos abgebrochen werden mussten. Der Leichnam des 29-Jährigen wurde kriminalpolizeilich kommissioniert, als vorläufige Todesursache wird eine Überdosis durch ein im Körper aufgeplatztes Bodypack mit Heroin angenommen. Die Staatsanwaltschaft Wien ordnete eine Obduktion an, die für den morgigen Tag geplant ist.

Bodypacking und Bodypushing von Drogen

Als Bodypacking wird das Verschlucken von Drogen zum Zweck des Transportes bezeichnet. Das Bodypushing beschreibt das Einbringen der Behälter in Körperöffnungen, vor allem im Rektum und in der Vagina. Die zu versteckenden Drogen werden dabei in speichel- und magensäureresistente Beutel verpackt. Für die Einsatzkräfte der EGS keine angenehmen Einsätze gegen das Drogenmilieu.

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