Die bundesdeutsche Zeitung Welt sieht die Fälschung der ominösen Mails zwischen Sebastian Kurz und Gernot Blümel nicht als erwiesen an.

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„Welt“ : Salzburger ÖVP soll schon im März von Neuwahlen gewusst haben

Bundesdeutsche Medien gehen nach der dubiosen „Schredder-Affäre“ rund um fünf Festplatten aus dem türkisen Bundeskanzleramt auf kritische Distanz zum österreichischen Ex-Kanzler. Und sie stellen die Frage: Wann wusste Sebastian Kurz vom „Ibiza-Video“?

Umfeld der Salzburger ÖVP spielte Infos zu

Die Welt titelt mit „Nun erreicht der Ibiza-Skandal auch Sebastian Kurz“ und geht im Artikel mit einer sehr interessanten Information an die Öffentlichkeit:

WELT wurden schon Ende März, also noch vor Veröffentlichung der Ibiza-Videos, aus dem Umfeld der Salzburger ÖVP Informationen zugespielt, die von Vorbereitung für Neuwahlen im Herbst dieses Jahres berichten – die ÖVP dementierte dies nach der Veröffentlichung im Mai.

Zwischen den Zeilen wird also die Vermutung genährt, dass die ÖVP schon lange vor Platzen der türkis-blauen Regierung Kenntnis vom Ibiza-Video hatte. Das bestritten Sebastian Kurz und Kanzleramtsminister Gernot Blümel (ebenfalls ÖVP) stets.

Prüfung auf Echtheit des Schriftverkehrs nicht möglich

Aber ausgerechnet zwischen diesen beiden Politikern soll es einen Mailverkehr gegeben haben, in dem sie sich des Wissens um das Ibiza-Video verraten haben sollen. Allerdings wurden diese Mails von der ÖVP selbst in die Öffentlichkeit gebracht und als Fälschung gebrandmarkt.

Diese ungewöhnliche Handlung brachte aber mehr Zweifel als Aufklärung ans Licht. Die Welt sieht die Sache so:

Auch durfte ein Mitarbeiter dieser Zeitung Einsicht in den von der ÖVP als Fälschung dargestellten Mailverkehr nehmen, der zumindest Zweifel an der von der ÖVP veröffentlichten Entgegnung aufkommen lässt – eine Prüfung auf Echtheit des Schriftverkehrs war nicht möglich.

Trägt man die Puzzleteile zusammen, ergeben die Indizien ein verschwommenes, aufklärungsbedürftiges Bild. Erst recht nach der Schredder-Affäre, mit der sich die ÖVP noch mehr verdächtig machte, im Dreck der Ibiza-Video-Macher zu stecken.

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