„Schredder-Affäre“: Arno M. wird zum „Schattenmann“ und taucht unter.

Matthew Bowden / Wikimedia
„Schredder-Affäre“: Täter Arno M. musste untertauchen

Das kennt man eigentlich nur aus schlechten Mafia-Filmen: Wenn es den mächtigen Paten zu heiß wird in einem Kriminalfall, dann müssen die kleinen Helfershelfer gestehen oder untertauchen. Das ist jetzt auch in der Causa „Schredder-Affäre“ der Fall. Der von der ÖVP unter Sebastian Kurz als „Einzeltäter“ hingestellte Arno M. wurde jetzt von seiner Gesinnungsgemeinschaft als Social-Media-Beauftrager von Sebastian Kurz einfach beurlaubt. Gleichzeitig wird medial kolportiert, dass er sich in ärztlicher Behandlung befindet.

Man lässt Arno M. offensichtlich ganz gezielt von der Bildfläche verschwinden und schirmt ihn unter einem mutmaßlichen medizinischen Vorwand auch noch von der Öffentlichkeit ab. Dass er fünf Festplatten mit brisantem Inhalt aus dem Bundeskanzleramt (BKA) schreddern ließ, soll in Vergessenheit geraten. Und vor allem soll der Zusammenhang zur ÖVP und Sebastian Kurz mit allen Mitteln verdeckt werden.

Arno M. wird zum „Schattenmann“ der „Schredder-Affäre“

Damit wird Arno M. einmal mehr zum „Schattenmann“ der „Schredder-Affäre“. Diese Strategie der ÖVP rund um Generalsekretär Karl Nehammer und Co könnte in weiterer Folge aber noch gehörig nach hinten losgehen. Schon sehr bald wird es umfangreiche Erhebungen der Sicherheits- und Strafbehörden in diesem Zusammenhang geben. So ermittelt die Sonderkommission „Ibiza“ ebenfalls in dieser Causa.

Strafrechtsexperten sprechen bereits davon, dass Arno M. bei einer tatsächlichen strafrechtlichen Verfolgung auch ein potenzieller Gefährder im Hinblick auf Verdunkelungs- und Fluchtgefahr sein könnte. Deshalb könnte schon bald die Untersuchungshaft drohen. Wie bei der Affäre um die mutmaßlich gefälschten E-Mails von Sebastian Kurz und Gernot Blümel macht die ÖVP keine gute Figur.

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