Weil der „Fridays for Future“-Aktivist aus Marburg Geld ausgab und nicht wie Greta Thunberg einnahm, gibt es jetzt Streit.

European Parliament / Wikimedia (CC-BY-2.0)
Klimarettung ja, aber nicht mit dem eigenen Vermögen: Aktivist fordert Geld zurück

Mit Inbrunst hat der 24-jährige Jannik Schestag mehr als 70.000 Euro für die „Fridays for Future“-Demonstration am 21. Juni in Aachen bezahlt. Mit seinem Geld sollten tausende Demonstranten mit Sonderzügen anreisen können. Doch wer dachte, dass der Edle aus Marburg das Weltklima mit dem eigenen Geld retten wollte, der irrt. Schestag streitet sich jetzt nämlich darum, sein Geld von der Aktivistenbewegung zurückzubekommen.

Das wird nicht leicht, da die Aktivistengruppe vereinsrechtlich nicht organisiert ist. Eine ehrenamtliche Pressesprecherin der Bewegung sagt: Schestag habe zugesagt, notfalls privat zu haften. Der wiederum sagt gegenüber der Oberhessischen Presse, es gebe nichts zu haften: „Ich habe den Karren nicht an die Wand gefahren. Das Geld, das ich ausgegeben habe, ist wieder eingenommen worden.“

Klimarettung nicht zum Nulltarif

Trunken von Weltrettungspathos soll der Informatikstudent die Haftung für sogar 100.000 Euro zugesagt haben. Er halte dafür seinen Kopf hin, weil er an die Protestbewegung und den Streik in Aachen glaube. Leider war er damit allein. Denn statt vier Zügen fuhr nur ein einziger, und der kostete 60.000 Euro: Das Interesse in Hessen und in der tschechischen Republik am Weltretten war dann doch nicht so groß wie angekündigt. Und das ging ins Geld, denn die Stornokosten mussten schließlich bezahlt werden. 17.000 Euro für den nicht genützten Zug aus Hessen.

Klimarettung gibt es halt nicht zum Nulltarif. Herr Schestag kann jetzt mit ruhigem Gewissen einschlafen, hat er doch sein Scherflein zur Klimarettung beigetragen. Nebenbei hat er noch an Lebenserfahrung dazugelernt. Also eine win-win-Situation für alle!

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