Donald Trump versprach, die Handelsbilanz mit China zu verbessern. Jetzt setzt er neue Maßnahmen.

Weißes Haus / Wikimedia (gemeinfrei)
USA: Trump verschärft Handelsstreit mit China – Europäer als Nutznießer

Eines der zentralen Wahlversprechen Donald Trumps war es, die Handelsbilanz zu verbessern. Dazu hatte der US-Präsident im Herbst vergangenen Jahres die Zollpolitik verschärft, vor allem Richtung China. Die USA verhängten Zölle im Volumen von 200 Milliarden Dollar und kündigten eine weitere Verschärfung im Falle von Vergeltungsmaßnahmen Chinas an. Nun legt Trump nach: Via Twitter kündigte er ab 1. September zusätzliche Zölle in Höhe von zehn Prozent auf chinesische Importwaren im Volumen von 300 Milliarden Dollar an.

USA profitieren von Handelsstreit mit China

Oxford Economics, ein britisches Wirtschaftsforschungsinstitut, meinte schon 2018. „Die Investoren küren Amerika zum bisherigen Gewinner“, sagt der Ökonom Adam Slater über den Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und China. Auch das deutsche Ifo-Institut sieht China in Bedrängnis: „Das Problem mit dem Protektionismus ist, dass er sich tatsächlich wirtschaftlich vorteilhaft auf die USA auswirken kann.“

Nach der ersten Runde der Zollerhöhung hatten Firmen wie Apple vor zusätzlichen Zöllen auf chinesische Importprodukte gewarnt, weil diese auch US-amerikanische Zulieferer treffen würden. Diese müssten mit Preissteigerungen rechnen und die Zeche würden letztlich die Konsumenten bezahlen. Trump entgegnete nur knapp, dass die Konzerne dann eben ihre Produktion in die USA verlagern sollen.

Fortsetzung der Handelsgespräche

Trump betonte am Donnerstag, dass die Handelsgespräche mit der Volksrepublik China fortgesetzt würden, nachdem die jüngste Runde ihrer Gespräche am Mittwoch ohne sichtbare Fortschritte beendet worden war. Die Verhandlungen sollen Anfang September in Washington fortgesetzt werden.

Es waren die ersten direkten Handelsgespräche der beiden größten Volkswirtschaften seit dem Scheitern der Verhandlungen im Mai. Beim G-20-Gipfel im Juni vereinbarten die beiden Staaten einen „Waffenstillstand“ in ihrem Handelsstreit und eine Wiederaufnahme der Gespräche. Dabei geht es vor allem auch um die Beseitigung von Marktschranken, die Verletzung von Urheberrechten, den zwangsweisen Technologietransfer bei in China tätigen US-Unternehmen und staatliche Subventionen. Alle diese Problemfelder betreffen auch die europäischen Firmen, die in China geschäftlich tätig sind. Sie alle profitieren von Trumps Handelspolitik mit China.

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