Marc Bernhard, MdB AfD-Fraktion im deutschen Bundestag und Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit analysiert die neuesten Klima-Forderungen.

z.V.g.
DDR 2.0: Professor empfiehlt Stasi-Methoden im Namen des Klimaschutzes

Fährt Ihr Nachbar Diesel? Womöglich einen SUV? Dann husch, husch, hinüber zum Nachbar und ihn auf sein „Fehlverhalten“ hinweisen! So zumindest die Forderung von „Umweltökonom“ Niko Paech im Interview im Staatsfunk Deutschlandfunk.

Gastbeitrag von Marc Bernhard

Als wäre das nicht schon dreist genug, fordert er nicht nur den Rückbau der Industrie in Deutschland (also die radikale Verarmung der deutschen Bevölkerung), für den Klimaschutz natürlich, sondern er propagiert seinen „Aufstand der Handelnden und der sich dem Steigerungswahn Verweigernden“.

Stasi-Methoden wieder in Mode

Dieses Jahr feiern wir in Deutschland zwar das 30-jährige Jubiläum des Falls der Berliner Mauer 1989, die Stasi-Methoden scheinen aber nicht aus der Mode gekommen zu sein; im Gegenteil: Laut einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach fühlt sich derzeit nur noch etwa jeder sechste Deutsche in der Öffentlichkeit frei, die eigene Meinung zu äußern. Auf die (uns allen bekannten) Tabuthemen muss ich hier gar nicht eingehen. Thema Enteignungen: Private Wohnungsbaugesellschaften sollen, wenn es nach den Linken ginge mit dem Ziel enteignet werden dürfen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Jetzt fordert der „Umweltökonom“ und Wachstumskritiker Niko Paech radikale Maßnahmen, um den „Klimaschutz“ und die „Nachhaltigkeit“ voranzubringen. Wem bis dato immer noch nicht ganz bewusst war, wohin die Klimahysterie in Deutschland führen wird, der sollte das Interview hören, das vor einigen Tagen im Staatssender Deutschlandfunk geführt wurde:

Griff in den Geldbeutel der Steuerzahler

Paech fordert eine harte gesellschaftliche Debatte. In der Praxis bedeutet „harte Debatte“ aber einen Rundumschlag mit der Moralkeule und den gleichzeitigen Griff in den Geldbeutel der Steuerzahler. Ein gezielter Angriff also auf die Freiheit jedes Einzelnen von uns, im Namen der Schutzpatronin Greta Thunberg.

Der „Umweltökonom“ ist folgender Meinung:

Wenn wir also eine CO2-Steuer einführen würden, die tatsächlich etwas bewirkt, also tatsächlich Handlungsveränderungen bei den Menschen auslöst, dann müsste diese CO2-Steuer sehr, sehr hoch sein. (…) Eine solche CO2-Steuer müsste, wenn sie wirksam wäre, uns die Urlaubsflüge, den Fleischkonsum, den Wohnraum, das Autofahren und den übermäßigen Konsum madig (sic!) machen.

Deutschland als Weltretter im Alleingang

Ich erinnere daran, dass die Deutschen schon jetzt im internationalen Vergleich besonders stark belastet sind und man ihnen das Leben „madig“ macht: In 34 von 36 OECD-Staaten müssen Arbeitnehmer weniger an den Staat abführen als bei uns. Zudem wird das Ganze absurd, wenn man sich vor Augen führt, dass Deutschland für nur etwa 1,8 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich ist, während der Anteil Chinas 28 Prozent, und der von Indien acht Prozent beträgt. Welchen konkreten Effekt auf das Weltklima soll unter diesen Umständen eine CO2-Steuer in Deutschland eigentlich haben? Im Prinzip nichts anderes, als dass Deutschland im Alleingang das Weltklima retten soll und dabei selbst verarmt.

Ökodiktatur der Bessermenschen

Der Professor meint:

Das Problem ist nur, dass eine nächste Entwicklungsstufe nötig ist, sodass Menschen auch wieder untereinander anfangen darüber zu diskutieren und sich gegenseitig auch, wenn es sein muss, zu kritisieren, auch mal einen Streit beginnen dergestalt, dass ich meinem Nachbarn sage, hör mal, warum hast du eine Kreuzfahrt gebucht, wer gibt dir das Recht, einen SUV zu fahren, warum musst du eine Flugreise in den Skiurlaub auch noch tätigen. Das muss in Familien, das muss an Schulen, das muss in allen öffentlichen Institutionen, allen Gesprächen, allen Wirtshäusern Thema sein.

Das Wort „Regulativ“ ist laut Duden „eine regelnde Verfügung, Vorschrift, Verordnung“. Dass Herr Paech diesen Begriff gleich zwei Mal nacheinander benutzt, offenbart seine wirklichen Forderungen: Er möchte, dass Menschen ihre Nachbarn bloßstellen. Dieses hat nichts mehr mit Umweltbewusstsein zu tun sondern gleicht einer Öko-Diktatur. Unglaublich finde ich zudem, dass der Deutschlandfunk diese Forderungen unkritisch verbreitet, auch ohne weitere Interviewpartner, die diesen Irrsinn hätten kommentieren können. Das ist kein Journalismus, das ist Indoktrination, weshalb wir von der AfD unter anderem auch die Abschaffung der GEZ fordern.

Amt als Direktor der Stasi-Gedenkstätte

Ich könnte mir vorstellen, dass der von den Linken in Berlin seines Amts als Direktor der Stasi-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen entbundene Hubertus Knabe viel zu diesem Thema beizutragen hätte. Denn wenn Paech dazu auffordert, Nachbarn, deren Vorstellungen nicht dem Beispiel eines ökologisch anständigen Lebens entsprechen, zur Rede zu stellen, dann kommt das den Methoden totalitärer Staaten gleich, in denen man aufgefordert wurde, seine Mitbürger zu agitieren.

Der nächste Schritt war dann, diesen öffentlich an den Pranger zu stellen oder zu denunzieren. Wenn man die Forderung von Herrn Paech folgerichtig weiterdenkt, dann würde eine Denunzierung bei der Öko-Polizei folgen, um die Menschen „auf den richtigen Pfad zu lenken“. In der DDR wurden vermeintliche politische Gegner systematisch psychisch mürbe gemacht (Stichwort „Zersetzung“), um sie zu bekämpfen. Mit dem Kampfbegriff „Klimaschutz“ haben die Linken nun einen neuen Vorwand gefunden, um in jeden noch so kleinen Bereich der persönlichen Lebensführung der Bürger einzudringen und diesen zu reglementieren. Und ihre Hemmschwelle vor absurden, freiheitsberaubenden Maßnahmen wird täglich geringer. Die ehemaligen Volksparteien spielen bei diesem perfiden Spiel mit. Die einzige Hoffnung bleibt ein schnelles Erstarken der AfD, denn außer uns kann und will keine Partei diesem Irrsinn ein Ende bereiten.

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