Mit Kristalina Georgiewa soll eine Vertreterin der Schuldenmacherstaaten IWF-Präsidentin werden.

Friends of Europe / Wikimedia (CC BY 2.0)
Macron setzt sich durch: Neue IWF-Präsidentin als Wunschkandidatin der EU-Nettoempfänger

Geht es nach dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron soll die Bulgarin Kristalina Georgiewa neue Präsidentin des Internationalen Währungsfonds (IWF) werden. Sie ist auch Wunschkandidatin der übrigen süd- und osteuropäischen Staaten, also der Nettoempfänger. Die Nettozahler, allen voran die Bundesrepublik Deutschland, hätten lieber den früheren Eurogruppenchef und ehemaligen niederländischen Finanzminister Jeroen Dijsselbloem auf diesem Platz gesehen. Nach dem Ausscheiden der Briten aus der EU können aber die Begehrlichkeiten der EU-Nettoempfänger noch viel weniger verhindert werden.

Schon bei der Wahl des Chefs der Europäischen Zentralbank hatten sich die südlichen Schuldenmacherstaaten durchgesetzt: Mit Christine Lagarde, der bisherigen IWF-Präsidentin, wird eine Vertreterin der Nullzinspolitik zur Verantwortlichen für die Geldpolitik in Europa – bezahlen werden das die deutschen Sparer diesseits und jenseits des Inns sowie die anderen EU-Nettozahler.

Alter als Verhinderungsgrund

Die 65-jährige Georgiewa gehörte der EU-Kommission unter Jean-Claude Juncker als Kommissionsvizepräsidentin und Kommissarin für Finanzplanung, Haushalt und Personal an und wurde sogar mehrfach als Juncker-Nachfolgerin ins Spiel gebracht. Derzeit ist sie Geschäftsführerin der Weltbank, will diese Aufgaben nun aber vorübergehend niederlegen. Zum Verhängnis könnte ihr nur noch das Alter werden: Die Direktoren beim IWF dürfen höchsten 65 Jahre alt sein. Frankreich wollte daher die Altersgrenze anheben, was allerdings nicht gelang.

Der IWF nimmt bis Anfang September Vorschläge entgegen. Bis Anfang Oktober soll dann ein Kandidat ausgewählt werden. Dieser stammt traditionell aus Europa, während die Weltbank automatisch aus den USA besetzt wird. Es gilt als sicher, dass die Europäer auch jetzt das IWF-Präsidentenamt besetzen.

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