Werner Kogler und seine Grünen wollen nach einem Wiedereinzug in den Nationalrat auch gleich an die Futtertröge der Macht – mit Sebastian Kurz soll es möglich werden.

Manfred Werner - Tsui / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Grüne schielen auf Koalition mit Sebastian Kurz

Knapp zwei Monate vor den Nationalratswahlen am 29. September köcheln die Gerüchte rund um neue Koalitionsvarianten auf. Und die Grünen bereiten schon Hochzeitsnacht und Morgengabe für eine Regierungskoalition vor. Vom notorischen politischen „Fremdgänger“ Sebastian Kurz und seiner türkis-schwarzen „neuen ÖVP“ weiß man, dass ihm wieder einmal nach einem Partnertausch ist. Nach Rot und Blau könnten jetzt die Grünen von Kurz machtpolitisch „verbraten werden“.

Und die machtversessenen Grünen, 2017 noch in hohem Bogen aus dem Nationalrat gewählt, schielen bereits auf eine Koalition mit Kurz uns seiner ÖVP. Auf die Frage der Tiroler Tageszeitung nach einer Koalitionsvariante mit Türkis-Schwarz klingt das so:

Es ist schwer vorstellbar, dass wir uns auf inhaltlicher Ebene überschneiden. Trotzdem werden wir uns das — wenn sich bestimmte Mehrheiten nach der Wahl ausgehen — anschauen. Sondierungsgespräche über alle möglichen Regierungskoalitionen zu führen, ist die Verpflichtung jeder Partei, die sich und die demokratischen Prozesse ernst nimmt.

Wir schließen das nicht kategorisch aus. Wenn ich mir aber anschaue, wie sich die türkise ÖVP in den letzten eineinhalb Jahren inhaltlich positioniert hat, geht das mit unseren grünen Kernforderungen nicht zusammen. Wobei man die türkise ÖVP nicht mit der Tiroler ÖVP vergleichen kann.

Linke Westachse Wallner-Platter-Haslauer für Schwarz-Grün

Rückenwind bekommen die Grünen bei ihren Koalitionsspielen mit Sebastian Kurz von der sogenannten linken Westachse, die von den ÖVP-Landeshauptmännern Markus Wallner, Günther Platter und Winfried Haslauer repräsentiert wird. Sie waren bereits 2017 Propagandisten für Schwarz-Grün, das ging sich aber nicht aus, da die Grünen aus dem Nationalrat geflogen sind.

Auch sonst kommt aus dem Westen auf Kurz und Co einiges zu in diesem von ihm vom Zaun gebrochenen Nationalratswahlkampf 2019. So wird er etwa im Bundesland Tirol von Arbeiterkammerpräsidenten Erwin Zangerl (ÖVP) bei diesem Wahlkampf boykottiert, da sich die Arbeitnehmer in der „neuen ÖVP“ nicht vertreten fühlen.

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