Bei ihrer Tagung in Dortmund beschlossen die jugendlichen Klimaaktivisten ihre Forderungen, um den Klimawandel aufzuhalten.

Mehlauge / Wikimedia (gemeinfrei)
Bundesregierung soll Kohleausstieg, CO2-Steuer und das Ende aller fossilen Investitionen beschließen

Am Sonntag trafen sich Vertreter der „Fridays for Future“-Bewegung zu einer Tagung in Dortmund. Dort beschlossen sie:

Wir rufen alle Generationen auf, auf die Straße zu gehen, weil die junge Generation nicht alleine das Klima retten kann und sollte.

Heißer Herbst

Am 20. September will die auf den FFF-Zug aufgesprungene Bundesregierung ein Paket mit konkreten Klimaschutzmaßnahmen beschließen. Für diesen Tag kündigen die Aktivisten einen Streik an, „um den Druck aufrechtzuerhalten, dass wir da vernünftige Maßnahmen brauchen.“ Man wolle dabei auch deutlich machen, dass die aktuellen Debatten insbesondere zum Thema CO2-Steuer „nicht ohne uns geführt werden können“. Über diese Überheblichkeit hatte zuletzt der französische Philosoph Michel Onfray, selbst ein Linker, geurteilt:

Welche Zivilisation könnte je von Kinder geschaffen werden? Es ist eine Welt, die auf dem Kopf steht!

Der 18-jährige Mitorganisator Jakob Blasel erklärte die Forderungen der Jugendlichen: Kohleausstieg, CO2-Steuer und das Ende aller fossilen Investitionen. Keine Auskunft gibt Blasel über die Folgen dieser Forderungen, etwa, wie viel das kostet und wie viele Arbeitsplätze dadurch verloren gehen.

Weitere Mobilisierung

Die Klimaaktivisten wollen im Sommer weiter mobilmachen. Zu einem am Samstag in Pödelwitz bei Leipzig gestarteten Klimacamp werden bis zum 12. August rund 1.000 Teilnehmer erwartet. Wie viele ihre Sommerferien tatsächlich dafür hergeben, werden wir sehen. Wie ernst es die junge Generation nämlich mit ihrem Engagement nimmt, zeigte ein unzensuriert-Journalist in Wien. In den Ferien fand bisher kein einziger FFF-Bewegter den Weg zur freitäglichen Klima-Demo. Vielleicht, weil er in Dortmund war oder doch eher gerade als wahrer Klima-Flüchtling Urlaub im sonnigen Süden machte.

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