Wien ÖVP-Obmann Gernot Blümel ist ja schon öfter aus Opportunismus politisch auf einer „Welle“ geritten, jetzt versucht er es auf der Donau.

ÖB Berlin / Wikimedia (CC-BY-2.0)
„Politscher Wellenreiter“ möchte eine Million Euro mit Donaukanal-Projekt versenken

Als „politischer Wellenreiter“ an der Seite von Ex-Kanzler Sebastian Kurz ist der Wiener ÖVP-Chef Gernot Blümel bestens bekannt. Jetzt wagt sich der ehemalige EU- und Kulturminister aber sogar sport- und freizeitpolitisch an die Donauwelle heran. Und will dabei gleich einmal mindestens eine Million Euro aus öffentlichen Steuermitteln verbraten. Blümels Idee für den nördlichen Einlauf in den Donaukanal am sogenannten Brigittenauer Sporn: Ein eigenes Donaukanal-Projekt, das mit technischer Unterstützung eine eigene Donauwelle produzieren soll.

Für Blümel ein perfektes Freizeitvergnügen mit einer „Welle für Wien“, wie es der Wiener ÖVP-Stadtpolitiker medial kommuniziert. Auch Gastroangebote sollen rund um die „Donauwelle“ entstehen. Und dazu soll es auch noch „wissenschaftlich“ genutzt werden. Da ist der Einsatz einer Steuermillion für ein solches Freizeitvergnügen doch nur ein Schnäppchen.

Blümel zwischen Vereinswirrwarr und verdächtigen E-Mails

Die Präsentation dieses Projekts zeigt vor allem eines: Der ehemalige Mann hinter Sebastian Kurz in der türkis-blauen Bundesregierung muss heftige machtpolitische Phantomschmerzen haben, wenn er mit solchen Ideen die Öffentlichkeit beglücken möchte. Aber das wundert interessierte Beobachter der österreichischen Innenpolitik wenig.

Zuletzt war Blümel ja vor allem damit beschäftigt, das rund um seine Person und die ÖVP bestehende Vereinswirrwarr aufzuklären oder sich zu verdächtigen E-Mails zwischen Sebastian Kurz und seiner Person in Sachen „Ibiza-Video“ zu verschweigen.

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