Georg Dornauer eckt mit „Personenkult“ bei den eigenen SPÖ-Genossen in Tirol massiv an.

SPÖ Tirol / Wikimedia (CC-BY-2.0)
SPÖ-Tirol: Selbstbildnis von Parteichef Dornauer auf Parteizentrale provoziert Krach

Nicht zur innerparteilichen Ruhe kommt die Tiroler SPÖ unter ihrem neuen Landesparteiobmann Georg Dornauer. Dieser hatte jetzt gar sein Selbstbildnis an der Fassade der Tiroler Landesparteizentrale angebracht. Dies sorgt für Aufregung unter den Tiroler Genossen, und es formiert sich massiver Widerstand gegen Dornauers Vorgehensweise.

Bei der Anbringung des Obmann-Konterfeis wurde die bisher dort hängende rote Rose, das Parteisymbol der SPÖ, einfach überklebt. Das ist vielen Genossen in der SPÖ-Landesorganisation zu viel des Guten. Selma Yildirim, Tiroler SPÖ-Nationalratsabgeordnete und innerparteiliche Vertraue von SPÖ-Bundesparteivorsitzender Pamela Rendi-Wagner, fordert die unverzügliche Entfernung der Überklebung mit dem Dornauer-Gesicht.

Innsbrucker Genossen nennen Dornauer „den großen Vorsitzenden“

Neben Yildirim stimmten auch der Tiroler ÖGB-Chef Philip Wohlgemuth und der FSG-Gewerkschafter Stepha­n Bertel in den Chor der Dornauer-Kritiker ein. Benjamin Plach, SPÖ-Chef in Innsbruck, hielt fest, dass die SPÖ-Tirol nicht nur aus dem Parteiobmann bestehe. Und in Lokalen rund um die Innsbrucker Salurnerstraße, dem Sitz der Tiroler SPÖ, soll Dornauer unter Parteifreunden gar zynisch mit dem Titel „der große Vorsitzende“ unter Anspielung auf den berüchtigten chinesischen KP-Chef und Diktator Mao Tse-tung (1893 – 1976) bedacht werden.

Jedenfalls könnten die Kritiker Dornauers, die in den letzten Wochen verstummt sind, jetzt wieder Fahrt aufnehmen und beginnen, am Sessel des erst vor wenigen Monaten bestellten Parteichefs zu sägen.

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