Auch im idyllischen Steyr (Symbolbild: Stadtplatz) ist man vor kriminellen „Bereicherern“ nicht mehr sicher.

Christoph Waghubinger (lewenstein) / wikimedia.org (CC-BY-SA-3.0)
Multikriminelle Bande wollte älteres Ehepaar daheim überfallen – doch dort wartete die Polizei

Nachdem Ende Juli ein Überfall auf ein Paar in deren Zuhause im oberösterreichischen Steyr gerade noch verhindert werden konnte und im Zuge dessen für sieben Personen – bis auf die Tippgeberin alles Ausländer – die Handschellen klickten, werden jetzt immer mehr Details zu dem umfassenden Fall bekannt. So ermittelte das LKA Wien bereits seit mehreren Monaten gezielt gegen die Gruppierung, der eine Vielzahl unterschiedlicher Straftaten angelastet wird.

Multikriminelle Bande agierte Länderübergreifend

Die Polizei hat Ende Juli den geplanten Überfall auf das gut situierte ältere Ehepaar in Steyr vereitelt und dabei sieben Personen festgenommen. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um eine international agierende Gruppierung, die einem Milieu aus Prostitution, Menschen- und Drogenhandel angehört. Die Exekutive wusste von der geplanten „Home Invasion“ und konnte das Ehepaar zuvor in Sicherheit bringen. Die Täter gingen promt in die Falle.

Bunte Mischung aus Verbrechern diverser Herkunft

Das Verbrechernetzwerk spann sich bis nach Wien zu einem palästinensischem Staatsbürger, der ebenfalls festgenommen wurde. Weitere Ermittlungen führten zu einem inhaftierten Drogenhändler, der derzeit in der Justizanstalt Stein einsitzt. Zur Gruppe der Tatverdächtigen gehört auch eine Frau aus Steyr, die dem Netzwerk den Tipp gegeben haben soll, dass bei dem Ehepaar „was zu holen“ sei. Den Raub selbst hätten drei Libanesen, ein Österreicher türkischer Abstammung sowie ein afghanischer Flüchtling durchführen sollen.

Erzwungene Scheinehe brachte Ermittlungen ins Rollen

Seinen Ausgang hatte die gesamte Operation bereits im April diesen Jahres genommen. Damals wandte sich eine Prostituierte an die Polizei, um eine Vergewaltigung sowie eine erzwungene „Aufenthaltsehe“ (Scheinehe) anzuzeigen. Hauptbeschuldigter war der 49-jährige Palästinenser, von dem sie zu der Scheinehe gezwungen worden sein soll. Im Zuge der Ermittlungen drang die Polizei immer mehr in das Netzwerk vor und erfuhr so von der geplanten „Home Invasion“, also einem Raubüberfall in einem Eigenheim, bei dem die Täter ihre Opfer festhalten, um diese dann in aller Ruhe auszurauben. Quelle: krone.at

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