Staatspräsident Erdogan greift durch und entlässt zehn Prozent der türkischen Zentralbankangestellten.

U.S. Department of State / Wikimedia (PD US DOS)
Zentralbank: Chefvolkswirt Hakan Kara aus dem Dienst entlassen

Neue Unruhe gibt es in den Reihen der Mitarbeiter der Türkischen Zentralbank in Ankara. Aktuell wurde deren Chefvolkswirt und damit für die wirtschafts- und währungspolitische Ausrichtung entscheidende Fachmann, Hakan Kara, entlassen. Neben Kara sollen weitere Spitzenmitarbeiter der Zentralbank ihr Entlassungsdekret erhalten haben. Nicht weniger als zehn Prozent der Mitarbeiter sollen ihre Dienststelle verlassen müssen.

Hinter der Entlassungswelle in der Zentralbank in Ankara vermuten Beobachter die mächtige Hand von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan.

Zentralbank als Werkzeug für Erdogans Wirtschaftspolitik

Erdogan ist seit längerer Zeit mit der Wirtschafts- und Währungspolitik der Zentralbank unzufrieden. Diese führte bereits im Juli 2019 zur Entlassung des Präsidenten der Zentralbank, Murat Cetinkaya. Aber auch die währungspolitische Ausrichtung, etwa bei der Festlegung der Leitzinsen oder Maßnahmen zur Stützung von Erdogans Wirtschaftspolitik, sah der türkische Staatsführer nicht genügend unterstützt.

Murat Uysal, früherer Vize-Präsident der Zentralbank, ist jetzt der Chef und soll im Auftrag Erdogans durchgreifen.

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