Unter Innenminister Herbert Kickl wurde kein Wachzimmer geschlossen. Nun aber könnte in Wien die Polizeistation Sängergasse vor dem Aus stehen.

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Polizeistation-Schließung: Bei Simmerings FP-Bezirkschef läuten die Alarmglocken

Seit bekannt wurde, dass mitten in der Urlaubszeit nahezu überfallsartig die Polizeiinspektion Gersthofer Straße in Wien-Währing geschlossen wird, läuten auch im elften Wiener Gemeindebezirk die Alarmglocken. Denn auch das Wachzimmer in der Simmeringer Sängergasse befindet sich auf jener Liste, die zur Schließung vorgesehene Stationen beinhaltet.

Rot markierte Wachzimmer sollen geschlossen werden

Dieses Papier aus dem Jahr 2014 nennt die Polizei „Dienststellen-Strukturanpassung“ (DSA). Darauf sind Wachzimmer mit roter Farbe markiert, die geschlossen werden sollen. Wird nach der Gersthofer Straße nun auch die Sängergasse über Nacht zugesperrt?

FP-Stadler: „Können uns weniger Polizeipräsenz nicht erlauben“

Das wäre eine kleine Katastrophe, sagt Bezirksvorsteher Paul Stadler (FPÖ):

Simmering wächst in diesem Gebiet enorm, daher können wir es uns nicht erlauben, dort weniger Polizeipräsenz zu haben.

Bei Innenminister Herbert Kickl hatte es noch geheißen, dass es unter seiner Amtsführung zu keiner Schließung einer Polizeiinspektion kommen wird. Kaum sei er weg, ginge es schon los mit dem Sparen bei der Sicherheit, merkt Stadler an.

Polizei gibt Schließungsabsicht zu

Gegenüber der Kronen Zeitung gibt die unter roter Führung stehende Wiener Polizei auch zu, dass das Wachzimmer in der Simmeringer Sängergasse für die Schließung vorgesehen sei. Derzeit aber gebe es keine konkreten Pläne. Das klingt jedenfalls nicht gerade Vertrauen erweckend.

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