Grüne Bundestagsabgeordnete sind im Schnitt am häufigsten per Flugzeug unterwegs, um sich in aller Welt „vor Ort“ zu informieren.

Thomas Liebenberg / de.wikipedia.org / (CC BY-SA 3.0 DE)
Klimaschutz: Grünen-„Politiker*innen“ fliegen von allen Abgeordneten am meisten in der Welt herum

Das Sprichwort „Wasser predigen und Wein trinken“ trifft wohl selten dermaßen punktgenau zu wie beim Reiseverhalten der grünen Bundestagsabgeordneten: „Bahnfahren predigen und mit Flugzeugen herumfliegen“ lautet nämlich dort die Devise, wenn es gilt, Dienstreisen zu absolvieren. Und die gibt es zuhauf. Bild liegt die Liste der Auslandsreisen vor, die alle 709 Abgeordneten seit Beginn dieser Legislaturperiode bei der Bundestags-Verwaltung abgerechnet haben: insgesamt 1.182 Dienstreisen, fast alle mit dem Flugzeug, einmal sogar in die Südsee (Fidschi-Inseln), wie die Zeitung berichtet. 328 Reisen absolvierten die Abgeordneten im Rahmen von Delegationen, 854 Flügen entfallen auf  „Einzeldienstreisen“, die die Politiker auf eigene Initiative unternehmen und beim Bundestag abrechnen.

Grüne bei Auslandsflügen Spitzenreiter 

Aus der Liste der Auslandsreisen der Bundestagsabgeordneten geht hervor, dass ausgerechnet Grünen-„Politiker*innen“ in den vergangenen zwei Jahren pro Kopf am meisten geflogen sind, wie die genannte Zeitung berichtet. Insgesamt bringt es die Klimaschutz-Partei mit ihren 67 Abgeordneten auf 126 Einzeldienstreisen per Flugzeug. Im Durchschnitt sind die Grünen- Mandatsträger also jeweils 1,9 Mal seit Beginn der Legislaturperiode geflogen. In den anderen Fraktionen waren es im Durchschnitt lediglich 1,2 Flüge pro Kopf. Wenn nach den nächsten Wahlen noch mehr dieser Klimaretter im Bundestag sitzen werden, muss wohl mit einer weiteren Steigerung gerechnet werden.

Flüge im Dienste der guten Sache – „valide Wissensgrundlagen“ erworben

So erklärte die Grünen-Fraktion gegenüber Bild:

Aufgabe von Abgeordneten ist es, sich umfassend zu informieren und auf einer validen Wissensgrundlage parlamentarische Initiativen auf den Weg zu bringen.

Und dafür sei der Dialog mit Fachleuten „vor Ort“ besonders wichtig, so die Grünen weiter. Und Hand aufs Herz, welcher kleine Abgeordnete kann sich allfällige Hochseepassagen mit einem aufwendigen Segelturn per Rennjacht vom „Jachtclub de Monte Carlo“ samt Starskipper wie „Klima-Ikone“ Greta leisten? Und außerdem fliegen unsere grünen Abgeordneten ja nicht mit Privatflugzeugen durch die Gegend wie die vielen prominenten Idealisten, die mit gleich 114 Jets zur Klimakonferenz neulich nach Sardinen düsten, wie unzensuriert berichtete. Selbst da heiligte der Zweck die Mittel – zumindest für die selbsternannten „Klimaretter“.

Für Flüge wird eine „CO2-Kompensation“ vorgenommen

Um die Grünwähler samt Greta-Jugend nicht völlig zu desillusionieren, gibt’s hier zum Abschluss doch noch die gute Nachricht, zumindest was die grüne Zukunft betrifft. Denn die Klima-Weltenretter versichern:

Wir werden auch weiterhin jeweils das Erfordernis von Flugreisen kritisch prüfen. Für Dienstreisen per Flugzeug wird eine CO2-Kompensation vorgenommen.

So idealistisch können Umweltschützer sein. Und das alles ganz ohne Fahrrad! Hut ab, kann man dazu nur sagen.

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