Bananen könnten bald zur Mangelware werden, wenn die Pilzseuche „Tropical Race 4“ sich in den lateinamerikanischen Anbaugebieten weiter ausbreitet.

Steve Hopson / Wikimedia (CC-BY-SA-2.5)
Pilzbefall: Bananensorte „Cavendish“ könnte wegen Krankheit aussterben

Vor dem Aus könnte die internationale Bananensorte „Cavendish“ stehen. Schuld daran hat der aggressive Pilz „Tropical Race 4“ (TR4), der die Bananensorte befallen hat. Wird eine Pflanze von TR4 befallen, müssen die Bestände niedergebrannt werden, um den Pilz zu töten. Nachdem der Pilz jetzt nach Lateinamerika eingeschleppt worden ist, sind 95 Prozent des Bananenhandels in Gefahr. Die Bananensorte „Cavendish“ dominiert nämlich den internationalen Anbau überwiegend.

Und der Pilz lässt sich nur für kurze Zeit eingrenzen, aber nicht total ausrotten. Mit der Ausbreitung des Pilzes könnte bald auch in Deutschland und Österreich das Bananenangebot zu Ende gehen, denn 90 Prozent kommen aus Lateinamerika.

Sorte „Gros Michel“ wurde vor 60 Jahren ausgerottet

„Cavendish“ ist nicht die erste Bananensorte, die vor dem Aus steht. Vor rund 60 Jahren stand die Sorte „Gros Michel“ aus ähnlichem Grund vor dem Untergang. Damals war der Pilz TR1, bekannt als „Panama-Seuche“, für das Bananensterben verantwortlich. Bei den Importeuren nach Europa und USA löste das eine große Pleitewelle aus.

Die Sorte „Gros Michel“ ist heute nur noch in kleinen Anbaugebieten im zentralen Kongo oder der Insel Saint Lucia anzutreffen. Dass aggressive Pilze oft als biologische Einwanderer Natur- und Kulturlandschaften schwer in Mittleidenschaft ziehen, konnte man auch schon in Österreich, etwa an Hand des Eschensterbens in den letzten Jahren, mitverfolgen. 

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