Greta Thunbergs Segeltörn nach Amerika ist kein Beitrag zum Klimaschutz: Mehrere Mitarbeiter des Schiffseigentümers müssen nach New York fliegen, um die Jacht wieder zurück nach Europa zu fahren.

Screenshot Windy.com
Sie hätte besser fliegen sollen: Gretas Segeltörn verursacht mehr CO2 als Flugreisen

Die Inszenierung war perfekt: Um „klimaneutral“ zu reisen, war die junge „Klima-Ikone“ Greta Thunberg mit der Segeljacht „Malizia II“ aufgebrochen, um vom britischen Plymouth aus 3.500 Seemeilen bis nach New York zurückzulegen, wo sie an der Klimakonferenz der Vereinten Nationen teilnehmen will. Mit an Bord waren nicht nur ihr Vater, sondern auch die beiden (bis dato relativ unbekannten) „Profisegler“ Pierre Casiraghi und Boris Herrmann, die die beiden Thunbergs über den Atlantik schippern werden.

Mitarbeiter fliegen nach New York, um nach Europa zu segeln

Besonders angenehm wird die Reise für die minderjährige Asperger-Patientin, die dafür auf den Schulbesuch verzichtet, wahrscheinlich nicht werden: Die Sportjacht „Malizia II“ verfügt weder über eine Toilette, noch über eine Dusche. – Die Strapazen, die Thunberg für ihre medienwirksame Inszenierung auf sich nimmt, helfen dem Klima jedoch nicht weiter: Wie jetzt der Pressesprecher des Skippers Boris Hermann, Alexander Kling, gegenüber der Taz sagte, ist geplant, dass voraussichtlich fünf Mitarbeiter das Schiff nach der Ankunft in der amerikanischen Metropole wieder nach Europa segeln werden. Auf die Nachfrage, wie diese nach New York kommen, antwortet Kling offen, dass sowohl er selbst als auch die besagten Mitarbeiter selbstverständlich fliegen würden:

Natürlich fliegen die da ‚rüber, geht ja gar nicht anders.

Wären Greta und ihr Vater Svante zur UN-Klimakonferenz hin und wieder zurück geflogen, wären also nur vier umweltschädliche Flugreisen nötig gewesen, nun werden es durch die Mitarbeiter des Bootsbesitzers und den Skipper sechs Flüge werden.

Rückkehr nach Europa per Containerschiff?

Kritiker hatten Thunberg vorgeworfen, mit der auch für das Segelboot anstrengen Reise klimaschädliche Reparaturarbeiten zu provozieren, und auch die Abfahrt in Plymouth mit unzähligen Journalisten und Schaulustigen sorgte für einen unnötig großen Ausstoß an Treibhausgasen, wie Kling bestätigt:

Es hätte weniger Treibhausgasausstoß verursacht, wenn wir diese Abfahrt so nicht gemacht hätten.

Natürlich wäre es umweltschonender gewesen, nicht darauf aufmerksam zu machen, dass wir dringend etwas tun müssen gegen die Klimakrise. Aber wenn keiner darauf aufmerksam macht, dann tun wir auch nichts.

Für Thunbergs Rückkehr steht nun sogar eine Reise per Container-Schiff zur Debatte: „Das ist ein Gedanke, der tatsächlich für die Rückkehr nach Europa geprüft wird.“, so Hermanns Pressesprecher Kling.

Klima-Sünder Monaco sponsert Thunbergs Jacht

Währenddessen sorgt auch der Sponsor der abenteuerlichen Reise über den Atlantik für Aufregung: Beim Besitzer der Segeljacht handelt es sich um den besonders exklusiven Segel-Club „Yacht Club de Monaco“. Dass ausgerechnet Monaco Botschafter für den Klimaschutz sein soll, glauben auch Greta Thunbergs Anhänger nicht: Das winzige Fürstentum rühmt sich nicht nur für seine maßlose Dekadenz, auch auf die Formel-1-Rennen und die unzähligen Jachten, zu dessen Besitzern auch der „Yacht Club de Monaco“ zählt, sind die Monegassen stolz. Ein Viertel der 100 größten klimaverpestenden Super-Jachten der Welt sollen in der Steueroase zu Hause sein.

Warum das Fürstentum Monaco hier mit an Bord ist, hat mit einem der Skipper zu tun: Pierre (Rainier Stefano) Casiraghi ist der jüngere Sohn und das jüngste der drei Kinder von Caroline von Hannover (früher Caroline von Monaco) und ihrem zweiten Mann Stefano Casiraghi, der 1990 bei einem Rennboot-Unfall tödlich verunglückte. Seine Großeltern mütterlicherseits waren Rainier III. von Monaco und die amerikanische Schauspielerin Grace Kelly…

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