Kriminelle Ausländer-Banden bohren immer wieder Schlösser auf, um an ihre Einbruchs-Beute zu kommen. In Wien sind vor allem Georgier in diesem Bereich aktiv.

Max Eggeling / Wikimedia (PD)
Dank aufmerksamer Nachbarn: Georgische Einbrecher noch am Tatort erwischt

Im grün regierten Bobo-Bezirk Wien-Neubau schlug wieder einmal eine Ausländer-Bande zu. Ein kriminelles Georgier-Duo wurde erwischt, nachdem es eine Wohnung aufgebrochen hatte und diese nach Wertgegenständen durchwühlt hatte. Die Beamten der Polizeiinspektion Stiftgasse konnte die beiden mutmaßlichen Einbrecher noch im Stiegenhaus des Tatortes festnehmen:

Zwei Tatverdächtige (29 bzw. 31 Jahre alt, beide georgische Staatsbürger) brachen in eine Wohnung ein und durchwühlten diese zur Gänze. Anrainer nahmen Geräusche wahr und verständigten die Polizei. Beamte der PI Stiftgasse konnten die mutmaßlichen Einbrecher noch im Stiegenhaus festnehmen. Einbruchswerkzeug sowie ein Handy wurden sichergestellt.

Verdächtige mutmaßliche Serientäter

Die zuständige Staatsanwaltschaft stellte im Anschluss an die polizeiliche Anzeige der Tat gegen die beiden Georgier die Untersuchungshaft in Aussicht. Es besteht offensichtlich Flucht- und Wiederholungsgefahr bei den beiden ausländischen Einbrechern. Aktuell laufen weitere Ermittlungen des Landeskriminalamtes, da nicht auszuschließen ist, dass es sich bei den beiden Georgiern um keine Ersttäter handelt.

Deshalb werden vergleichbare Fälle in Wien-Neubau und anderen Bezirken in Bezug auf Einbruchswerkzeug und Tathergang analysiert. Sollte die Untersuchungshaft tatsächlich verhängt werden, dann kommt auf die unter ÖVP-Justizministern schwer vernachlässigte Justizanstalt Wien-Josefstadt zusätzliches „Publikum“ zu, was die massive Überbelegung weiter verschärfen wird.

Georgier in Wien für gewerbsmäßigen Einbruch „zuständig“

Im vielfach nach Nationalitäten aufgeteilten Kriminal-Alltag fällt die Sparte Einbruch in Wien nämlich vor allem den Georgiern zu, wie Kriminalisten wissen (in NÖ z.B. sind es wiederum die Moldawier). Die Täter reisen allein zu diesem Zweck immer wieder ein und fahren dann entweder mit ihrer Beute wieder nach Hause, oder schicken sie über dunkle Kanäle dorthin. Nur die allerwenigsten Georgier in Wien sind Touristen.

Einer der spektakulärsten Fälle dieser Art war eine zufällig in einem Paket der Post entdeckte historische Stradivari-Geige im Wert von rund 2,5 Millionen Euro, die eine Georgier-Bande bei einem Einbruch beim Star-Geiger Christian Altenburger zu Pfingsten 2007 in Wien erbeutet hatte und – wohl in Unkenntnis ihres tatsächlichen Werts – einfach per Post heimschicken wollte. Die Wiederholungstäter wurden ausgeforscht und im November 2007 zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

Einbrüche – viel Ermittlungsarbeit, wenig Aufklärung

Einbruch gilt unter Kriminalisten als eine der „undankbarsten“ Straftaten, da es sehr schwierig und aufwendig ist, die oft professionell vorgehenden Tätergruppen auf frischer Tat zu ertappen. Einer der Spezialisten auf diesem Sektor in Wien ist die EGS (Einsatzgruppe Straßenkriminalität), die neben Drogenhändlern auch Einbrecher (in beiden Fällen nahezu ausschließlich Ausländer) jagt und manchmal wochenlang auf der Lauer liegt, um eine einzige Bande in flagranti dingfest zu machen.

Obwohl die Zahl der Einbrüche in den letzten Jahren in Österreich kontinuierlich zurückgeht (im Vorjahr etwa um 17 Prozent – allerdings von sehr hohem Niveau), liegt die Aufklärungsquote nur bei 18,4 Prozent, das heißt, mehr als vier Fünftel aller Taten werden nicht aufgeklärt.

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