Der Kölner Hauptbahnhof als Symbol der Migrantengewalt in Deutschland. Trotzdem empfiehlt der WDR, dort zu „flirten“.

Cornelius Kibelka / flickr (CC BY-SA 2.0)
Trotz Silvester-Übergriffen und Ausländergewalt: WDR empfiehlt Kölner Hauptbahnhof zum „Flirten“

Eine Geschmacklosigkeit der besonderen Art leistete sich der WDR. In der Sendung Lokalzeit Köln erklärte der Sender allen ernstes den Kölner Hauptbahnhof  als „Hotspot“ aller Deutschen Bahnhöfe, um zu „flirten“. Traurige Berühmtheit erlangte der Kölner Hauptbahnhof zu Silvester 2015, also dort Dutzende deutscher Frauen durch Migranten sexuell belästigt und teils sogar vergewaltigt wurden.

Am Kölner Hauptbahnhof wird am meisten „geflirtet“

Wie der WDR freudig berichtet, hat die Dating-App „Jaumo“ eine Nutzer-Analyse durchführen lassen. Diese hat wiederum herausgefunden, dass gerade am Kölner Hauptbahnhof am meisten von allen Bahnhöfen in Deutschland geflirtet wird. Laut App haben sich im Monat Juli 11.700 Nutzer als „gegenseitig attraktiv“ bewertet. Der WDR erklärte den Kölner Hauptbahnhof folglich zum „Hotspot für RomantikerInnen“.

Nach einer Nutzer-Analyse der Flirt-App „Jaumo“ ist der Hauptbahnhof in Köln der Bahnhof Deutschlands, in dem am meisten…

Gepostet von WDR Lokalzeit aus Köln am Donnerstag, 15. August 2019

WDR „bedauert“ Erinnerung an Silvester-Übergriffe

Dass solch eine Meldung als Schlag ins Gesicht vieler Opfer der Silvesternacht 2015 gesehen werden kann, empfanden viele empörte Nutzer auf Facebook und Twitter. Der WDR sah sich daher gezwungen, eine Quasi-Entschuldigung zu posten:

„Liebe Facebook-User/innen, einige von euch haben sich durch unseren Flirtpost an die schrecklichen Ereignisse der Silvesternacht 2015 erinnert gefühlt. Das tut uns sehr Leid. Uns ging es um die vielen Menschen (fast 12.000 Frauen und Männer), die sich allein im vergangenen Monat am Kölner Hauptbahnhof als gegenseitig attraktiv bewertet haben. Das liegt sicherlich an der zum Teil langen Wartezeit am Bahnhof, aber – zumindest war das unsere Vermutung – vor allem an der fröhlichen Ausstrahlung, die wir in Köln bei vielen Menschen erleben. Darauf hatten wir uns konzentriert – ohne die katastrophale Silvesternacht jemals vergessen zu wollen. Wir hoffen, dass ihr das nachvollziehen könnt.“

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