Istanbul beherbergt knapp 900.000 Syrer, von denen rund 300.000 nicht offiziell registriert sind. Sie sollen in jene Provinzen, in die sie ursprünglich einreisten, zurückgeschickt werden.

Julian Nyča / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
Abschiebefrist für 300.000 nicht gemeldete Syrer in Istanbul auf 30. Oktober verschoben

Eine neue Masseneinwanderung von Syrern nach Europa könnte noch in diesem Herbst bevorstehen. Die Türkei hat eine ursprünglich bereits am 20. August abgelaufene Abschiebefrist für Syrer in Istanbul, die nicht dort gemeldet sind, auf den 30. Oktober 2019 erstreckt. Diese Frist betrifft nach Schätzungen des türkischen Innenministeriums nicht weniger als 300.0000 Syrer, die illegal in der Metropole am Bosporus leben. Weitere 547.000 Syrer sind in Istanbul offiziell bei den Behörden registriert.

Innenminister Suleyman Soylu möchte die Syrer in jene türkischen Provinzen zurückschicken, in denen sie nach ihrer Flucht ursprünglich registriert wurden. Insgesamt sollen sich nicht weniger als 3,6 Millionen Syrer in der Türkei aufhalten.

Balkanroute bald mit zehntausenden Syrern „geflutet“

Sicherheits- und Migrationsexperten befürchten, dass sich viele nicht in Istanbul offiziell registrierte Syrer einer Abschiebung in die türkische Provinz durch eine illegale Migration nach Griechenland und dann weiter über die Balkanroute nach Mitteleuropa entziehen. Damit könnte die Balkanroute aber bald schon wieder, ähnlich wie 2015, von zehntausenden Syrern „geflutet“ werden.

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