Der Bahnhof von Bihac ist eines der Ankunftszentren für illegale Migranten vor allem aus Afghanistan und Pakistan, die von hier aus in die EU einsickern wollen.

Sti2 / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Bosnien: Grenzstadt Bihac wird zum neuen Brennpunkt für Schleppernetzwerke

Die internationalen Schleppernetzwerke auf der Balkanroute haben einen neuen Brennpunkt gefunden, um ihre menschliche Fracht nach Norden in Richtung Österreich und Deutschland zu schleusen. Über Bihac, der Hauptstad des Kantons Una-Sana in Bosnien, läuft die neue Schlepperroute. Im Jahr 2018 wurden über die Grenzstadt Bihac nicht weniger als 25.000 illegale Migranten geschleust. Mehr als 20.000 wanderten direkt weiter über Kroatien in die Europäische Union ein.

220 illegale Migranten kommen täglich in Bihac an 

Aktuell kommen täglich bis zu 220 illegale Migranten in Bihac an. Insgesamt halten sich derzeit nicht weniger als 8.000 Illegale in und um die Stadt auf und warten auf den widerrechtlichen Grenzübertritt nach Kroatien. Die große Zahl an Migranten, die zum Großteil aus Afghanistan und Pakistan kommen, sorgt unter den rund 35.000 Einwohnern von Bihac für Unruhe. Es kommt immer wieder zu Einbrüchen, Raubüberfällen und anderen kriminellen Handlungen, die zum Großteil den illegalen Migranten als Tätergruppe zuzuordnen sind. Auch gewalttätige Auseinandersetzungen häufen sich.

So kam es erst kürzlich zu einer Massenschlägerei unter 500 Migranten, die durch die örtlichen Polizeikräfte nur schwer unter Kontrolle gebracht werden konnte. Durch den Migrationsdruck über Bosnien wächst auch die Angst der Italiener vor neuen illegalen Einwanderern, die über Kroatien und Slowenien weiter nach Italien einsickern könnten.

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