Kriminelle Mitarbeiter eines ukrainischen Atomkraftwerks haben mit Strom und Internet-Infrastruktur des Meilers Digitalgeld illegal geschürft.

Joshua Zerlan / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Ukraine: In Atomkraftwerk wurde illegal nach Bitcoins geschürft

Die Gier nach Digitalgeld wird immer irrationaler und krimineller. Jetzt gelangten über das deutsche Nachrichtenmagazin Spiegel Informationen an die Öffentlichkeit, die von einer illegalen Bitcoin-Mine in einem ukrainischen Atomkraftwerk berichten.

Inlandsgeheimdienst ermittelt

So sollen Mitarbeiter des Atomkraftwerks Teile des internen Netzwerks ans Internet angeschlossen haben, um nach Bitcoins zu schürfen.

Jetzt ermittelt der ukrainische Inlandsgeheimdienst in der brisanten Causa rund um diese illegale Digitalgeld-Mine. Das Atomkraftwerk liegt nahe der Stadt Yuzhnoukrainsk, rund 350 Kilometer südlich der Hauptstadt Kiew.

Digitalgeldproduktion: Atomkraftwerke als „kritische Infrastruktur“

Atomkraftwerke gelten als sogenannte „kritische Infrastruktur“. Deshalb besteht Alarmstufe Rot beim Geheimdienst in Kiew. Es soll sich nicht um den einzigen Vorfall dieser Art und Weise in der ukrainischen Stromgesellschaft handeln. Immer wieder kommt es zum Abzapfen von Energie und Internetleistungen, um „privat“ Projekte umzusetzen. Für die Digitalgeld-Produktion sind enorme Strommengen und viel Rechnerleistung erforderlich.

Das bringt Mitarbeiter großer, staatlicher Einrichtungen mit leistungsstarken Computeranlagen in der Ukraine immer wieder auf die Idee, diese nebenbei zur Bitcoin-Herstellung zu missbrauchen. Im Iran wurde vor einigen Monaten sogar eine illegale Mine wegen dem hohen Stromverbrauch geschlossen.

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