Ist die „Presse“ auf Wahlkampfmodus für Kurz? Die Falschmeldung über den Austritt von ÖBB-Finanzvorstand Arnold Schiefer (Faksimile) wurde nie richtiggestellt.

Screenshot / Die Presse
Medien stellen Falschmeldung über angeblichen FPÖ-Austritt nicht richtig

Was ist nur los mit dem vorgeblichen Qualitätsjournalismus? Zuerst die peinliche Panne des Standard mit den falschen Vornamen für Ex-Finanzminister Hartwig („Hartmut“) Löger und Ex-Finanzstaatssekretär Hubert („Helmut“) Fuchs, dann die Falschmeldung in der Presse, ÖBB-Finanzvorstand Arnold Schiefer wäre aus der FPÖ ausgetreten.

Andere Medien schrieben Falschmeldung ungeprüft ab

Schiefers vermeintlichen Abschied aus der freiheitlichen Partei haben andere Medien von der Presse dann auch noch ungeprüft übernommen – und die meisten von ihnen haben ihren Fehler bis heute auch nicht richtiggestellt. Auch die Presse nicht, die diese Mär folgendermaßen verbreitete:

Er galt schon lange als FPÖ-Urgestein. Und ohne Arnold Schiefer ging in der FPÖ-Personalpolitik gar nichts. Jetzt muss die FPÖ einen neuen Drahtzieher im Hintergrund suchen: Arnold Schiefer ist nämlich aus der FPÖ ausgetreten, wie „Die Presse“ erfahren hat.

Schiefer wechselte zu seiner Heimatpartei

Das ist schlicht und einfach falsch. Entgegen anderslautenden Zeitungsmeldungen hat Arnold Schiefer lediglich die Landesgruppe gewechselt, ist von der FPÖ Wien zur FPÖ Oberösterreich gegangen. Sozusagen zu seiner Heimatpartei, denn Schiefer wuchs in Gmunden auf.
Als die Tiroler Tageszeitung darüber berichtete, war auch der ORF bereit, auf seiner Homepage eine Richtigstellung abzudrucken. Die Presse hingegen hat ihren Fehler bis dato noch nicht zugegeben.

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