Innerhalb von zwei Tagen sind der APA zwei Pannen passiert, die nicht von allen Medien bemerkt wurde.

Unzensuriert.at
Aktuelle „Fake News“ von der APA – und (fast) alle schreiben brav ab

Die Austria Presse Agentur – kurz APA– ist das Nachrichtenportal, von dem die meisten Medien ihre Meldungen eins zu eins kopieren oder überwiegend abschreiben. Dürfen sie auch, denn sie bezahlen ja dafür. Leider kommt es dadurch auch vor, dass Fehler, die der APA passieren, übernommen werden, ohne dass vorher eine Überprüfung stattfindet, wie man das bei der Journalisten-Ausbildung eigentlich gelernt haben sollte.

Was ist eine „staatsfreundliche“ Verbindung?

Das jüngste Beispiel hat man gestern, Donnerstag, auf diversen Medienseiten gesehen, wo anlässlich der nicht stattfindenden Ermittlungen gegen HC Strache und Johann Gudenus wegen Vorteilsnahme von einer „staatsfreundlichen“ Verbindung geschrieben wurde. Diese verbale Panne beruht auf einer Aussendung der APA, die allerdings nicht von allen bemerkt wurde. In gleich zwei (!) Berichten auf kurier.at wird der Fehler gebracht. „Gewinner“ der Zeitungsente sind außerdem u.a. die Oberösterreichischen Nachrichten, oe24.at und der ORF. Die Krone und der Standard waren da jedenfalls schlauer.

Zweite Panne blieb unbemerkt

Doch allesamt fielen unser „normalen“, „unabhängigen“ und vollkommen „objektiven Medien“ auf eine andere Panne der APA herein, die bis heute anscheinend nicht bemerkt worden sein dürfe. Berichtet wurde vorgestern (28. August) über die Karfreitagsklage, die nun von Seiten der Arbeiterkammer ruhend gestellt wurde. Dabei wurde von einem Streitwert in der Höhe von 69 Euro berichtet. Tatsächlich allerdings ging es um 109,09 Euro plus Zinsen, die der Kläger einforderte. Eine klassische Falschmeldung, also „Fake-News“, die man so gerne alternativen Medien in die Schuhe schiebt. Keinem einzigen Medium ist das aufgefallen. Dabei hätten sie allesamt nur den Bericht von unzensuriert lesen müssen. Wir hatten bereits eine Woche vor Erscheinen des APA-Berichts einen entsprechenden Artikel veröffentlicht. Damals wurde das aber von keinem Medium wahrgenommen (von unseren Lesern zum Glück schon).

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