Neos-Abgeordneter Sepp Schellhorn beschreibt im Info-Direkt-Interview seine Vorstellungen einer „aktiven Einwanderungspolitik“.

SPÖ Presse und Kommunikation / Wikimedia CC BY-SA 2.0
Schellhorn bekräftigt im Interview mit „Info-Direkt“ die Neos-Einwanderungspolitik

Was war das für ein medialer und vor allem SPÖ-interner Wirbel, als der Tiroler Obergenosse Georg Dornauer dem Magazin Info-Direkt ein Interview gab!

In Wahrheit „ein Agent der FPÖ“

Mit einem Medium wie Info-Direkt rede man nicht, da es damit automatisch legitimiert werde, hieß es von Seiten der roten Granden, und Parteimanager Thomas Drozda sagte im Kurier, es sei zweifellos ein Fehler gewesen, mit der rechten Postille zu sprechen. In sozialen Medien war da gar zu lesen, Dornauer sei in Wahrheit „ein Agent der FPÖ“.

Tiroler SPÖ-Chef knickte ein

Georg Dornauer konterte zunächst couragiert, er rede mit allen, doch nach einem Tag medialen und innerparteilichen Dauerfeuers auf seine Person knickte auch der Tiroler ein und bereute öffentlich, das Interview geführt zu haben. Das Gespräch, so Dornauer, sei ein Fehler gewesen.

Kaum ist die Aufregung um Dornauers Interview mit Info-Direkt verflogen, taucht der nächste vermeintliche Gutmensch als Gesprächspartner in diesem „bösen“ rechten Blatt auf: Neos-Abgeordneter Sepp Schellhorn. Man darf gespannt sein, wie er das seiner Chefin Beate Meinl-Reisinger erklären wird.

Aktive Einwanderungspolitik gegen Facharbeitermangel

Jedenfalls wird sich Schellhorn mit seinem Interview bei den Lesern von Info-Direkt nicht gerade beliebt gemacht haben. Denn wieder einmal forderte der Neos-Mandatar eine „aktive Einwanderungspolitik“, um den Facharbeitermangel in Österreich zu bekämpfen.

Wie er das bewerkstelligen will und was das für die bisher geltende restriktive Flüchtlingspolitik bedeuten würde, hat Schellhorn in einer Pressekonferenz kundgetan. Es brauche ein Angebot für Menschen, die in Österreich arbeiten wollen, so Schellhorn, der damit offensichtlich Asylwerber meinte. Schellhorn sagte nämlich:

Das erreicht man aber sicher nicht durch permanente Hetze. Die ausländerfeindliche Politik von Türkis-Blau hält keinen einzigen Flüchtling davon ab, in ein Boot zu steigen und nach Europa zu wollen. Statt ständig gegen Zuwanderer zu hetzen, müsse Österreich sie endlich als wichtige und wertvolle Arbeitskräfte willkommen heißen.

Schellhorn vermischt Asyl und Einwanderung

Damit vermischt der rosarote Unternehmer – Schellhorn ist Hotelier – wieder einmal Asyl und Einwanderung. Ihm geht es offensichtlich allein um billige Arbeitskräfte für die Wirtschaft und nicht darum, welcher Flüchtling in Österreich vorübergehend Schutz bekommen soll. Gegen qualifizierte Einwanderer, die legal, zum Beispiel über die geschaffene Rot-Weiß-Rot-Karte, nach Österreich kommen und hier als Facharbeiter tätig sind, hat ja keiner etwas.

Aber das ist Schellhorn dem Vernehmen nach zu wenig, er will, wie er ausführte, „Zuwanderer als wichtige und wertvolle Arbeitskräfte willkommen heißen“. Als großer Verfechter der „Lehre für Asylwerber“ sendet er zudem auch noch ein fatales Signal an die Schlepperbanden, denen man damit ein weiteres Argument für ihren grausigen Menschenhandel liefert.

Das komplette Interview mit Sepp Schellhorn ist auf Info-Direkt nachzulesen.

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