Säbelrasseln auf sozialistisch: Maduro hat die Teilmobilisierung des Militärs an der Grenze zu Kolumbien angeordnet – dem Land, das zahllose seiner verarmten Landsleute helfend aufgenommen hat.

Fabio Rodrigues Pozzebom/ABr / Wikimedia (CC-BY-3.0-BR)
Ablenkung von innerem Chaos: Präsident Maduro mobilisiert Streitkräfte gegen Kolumbien

Zu den Waffen ruft Staatpräsident Nicolas Maduro als Anführer des sozialistischen Regimes in Venezuela. Maduro hat einen Teil der Streitkräfte Venezuelas mobilisiert, da er von einem bevorstehenden Angriff Kolumbiens auf Venezuela ausgeht. Maduro wirft Kolumbien vor, einen militärischen Konflikt provozieren zu wollen, und dafür den wieder aufflammenden Kampf mit den Rebellen der linksextremen Terrororganisation FARC zu nutzen.

Maduro hat die venezolanischen Streitkräfte an der 2.200 Kilometer langen Grenze in Alarmbereitschaft versetzt und für den Zeitraum vom 10. bis zum 28. September Militärmanöver an der Grenze angeordnet. Kolumbien, das in den letzten Monaten schon zahllose Wirtschaftsflüchtlinge aus Venezuela aufnehmen musste, könnte das als Provokation werten.

Maduro sieht in Kolumbiens Präsident Iván Duque einen Feind

Der Marxist Maduro sieht in Kolumbiens Präsident Iván Duque einen Feind. Die Beziehungen zwischen den beiden Regierungen sind seit Jahren angespannt. Der konservative Kolumbianer Duque unterstellt seinerseits dem sozialistischen Regime in Venezuela, dass es nach wie vor die Terroristen der FARC unterstützt und deren wiederaufgenommen Kampf mit Waffen, Verstecken und Geld versorgt.

Vor drei Jahren war der Kampf zwischen Streitkräften und rechten Milizen auf der einen Seite und der FARC auf der anderen Seite nach 50 Jahren beendet worden. Der jahrzehntelange Kampf hat mehr als 260.000 Tote gefordert. Zwischen Venezula und Kolumbien ist die Stimmung auch seit den vereitelten Hilfslieferungen aus Kolumbien an der Grenze gestört.

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