ÖVP-Bundesparteizentrale sieht sich wieder einmal einem Cyberangriff ausgesetzt.

Victorgrigas / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Wahlkampfkosten: ÖVP ortet Cyber-Angriff auf Parteizentrale

Wieder einmal große Aufregung betreffend eines mutmaßlichen Cyber-Angriffs auf Daten der ÖVP-Bundesparteizentrale. Nach Berichten im Falter und anderen Medien über neue Informationen zur Wahlkampffinanzierung der ÖVP unter Sebastian Kurz herrscht bei Generalsekretär Karl Nehammer und seinem Team in der Lichtenfelsgasse wieder einmal helle Aufgregung. IT-Experten der Firma SEC Consult und CyberTrap wurden engagiert, um den behaupteten Datenabfluss in Richtung Dritter aufzuspüren.

ÖVP-Info: Externer Hacker soll angegriffen haben

ÖVP-Generalsekretär Karl Nehammer kommuniziert jetzt folgenden Informationsstand: Es sei ein externer Hackerangriff gewesen, – in der Parteizentrale gebe es keinen Maulwurf oder Insiderinformationen in Sachen ÖVP-Wahlkampfbudget. Laut Nehammer wurde jetzt auch das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung informiert. Aktiv in die Aufklärung eingeschaltet hat sich der IT-Experte Avi Krevitz, der gemeinsam mit Nehammer in einem Hintergrundgespräch die ÖVP-nahe Tageszeitung Kurier informiert hatte.

Bei der mutmaßlichen Attacke handelt es sich bereits um den zweiten durch die ÖVP behaupteten Angriff auf die IT der ÖVP. Im Juni war ein E-Mail-Verkehr zwischen Gernot Blümel und Sebastian Kurz aus dem Februar 2018 aufgetaucht, wo es um Informationen über die Causa „Ibiza-Video“ gegangen sein soll. Dieser Mail-Verkehr wird von der ÖVP bis heute als Fälschung dargestellt.

Daten auch manipuliert?

Die ÖVP erzählt nun auch die Legende, dass nicht nur Daten abgesaugt worden seien, sondern auch Daten manipuliert. Beispielsweise die Buchhaltungsdaten, die an den Falter gingen.

Wirklich glaubwürdig scheint das nicht angekommen zu sein, so gibt es zahlreiche kritische Stellungnahmen auf Twitter:

Falter Desaster?

Stimmt es aber, das die Daten auch manipuliert wurden und diese dann bewusst dem Falter zugespielt wurden, dann wäre das ein Desaster des Wiener Wochenblattes Falter, wie auch zahlreiche twitter-Benutzer anmerken.

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